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Eurobarometer: Mehrheit der Deutschen sieht steigende Bedrohungslage

- Erschienen am 26.03.2026

Nach einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage der Europäischen Kommission gehen 68 Prozent der befragten Europäerinnen und Europäer davon aus, dass die aktuelle internationale Lage ihr eigenes Land bedroht. In Deutschland ist dieses Gefühl mit 74 Prozent der Befragten noch stärker ausgeprägt.

Vor dem Hintergrund internationaler Krisen und Konflikte gewinnen Fragen der Sicherheit zunehmend an Bedeutung. Viele Befragte sprechen sich dafür aus, dass die Europäische Union eine stärkere Rolle im Bereich Sicherheit und Verteidigung übernimmt. Auch Investitionen in entsprechende Maßnahmen werden von einem Großteil der Bevölkerung als notwendig angesehen. 72 Prozent der Befragten in Deutschland sind demnach dafür, dass die EU ihre Verteidigungsausgaben beibehält oder erhöht. Zudem halten 50 Prozent der Deutschen Sicherheit und Verteidigung für eine zentrale Priorität der EU. Das Vertrauen in die EU als sicherheitspolitischer Akteur ist etwas verhaltener: 47 Prozent der Deutschen trauen der EU zu, Sicherheit und Verteidigung wirksam zu stärken. 

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sicherheitspolitische Fragen für viele Menschen in Deutschland und Europa zunehmend an Bedeutung gewinnen. (SH)