Innovation im ländlichen Raum: KBS-Workshop zeigt neue Perspektiven
- Erschienen amInnovationen entstehen nicht nur in wissenschaftlichen Zentren oder in großen Städten: Auch Brandenburgs ländliche Regionen sind Orte, an denen neue Ideen wachsen und kreative Lösungen entwickelt werden. Wie dieses Potenzial gezielt gefördert werden kann, stand im Mittelpunkt des Workshops ‘EU-Förderung – Chancen für Innovationen und ländliche Entwicklung’, den die Kontakt- und Beratungsstelle für EU-Fördermittel (KBS) am 2. Dezember in Potsdam veranstaltete.
Die Veranstaltung bot einen Einblick in Forschung, Praxis und konkrete Beispiele aus geförderten Projekten in Brandenburg. Den Auftakt machte das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung. Im Vortrag wurde erläutert, wie Innovationsprozesse im ländlichen Raum funktionieren und welche Rolle Offenheit für erfolgreiche Entwicklung spielt.
Im Anschluss wurde das EIP-AGRI-Förderprogramm vorgestellt – ein EU-Instrument zur Förderung von innovativen Projekten in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Der 4. Förderaufruf läuft noch bis zum 16. Februar 2026.
Ein weiteres Highlight war der Vortrag über ein gefördertes Sensornetz mit Drohnentechnologie zur frühzeitigen Erkennung und Bekämpfung von Waldbränden. Abgerundet wurde das Programm mit Einblicken in zwei ELER-geförderte Projekte zu regionalen Wertschöpfungsketten: Die Förderung des Anbaus von Pseudogetreide wie Amaranth und Quinoa sowie ein Moorbüffel-Projekt, das durch extensives Weiden und Moorrenaturierung CO2-Speicherung fördert und neue regionale Produkte erzeugt.
Der Workshop bot zudem Raum für Austausch zu erfolgreichen Beispielen aus der Praxis und machte sichtbar, wie vielfältig die Innovationslandschaft in Brandenburg ist. (SH)
- Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung stellt die KBS online zur Verfügung.
