Studie: Die mentalen Auswirkungen des Klimawandels und die Bereitschaft zur Anpassung
- Erschienen amKlimaveränderungen betreffen nicht nur Umwelt, Wirtschaft und Infrastruktur, sondern zunehmend auch die psychische Gesundheit der Menschen. 53 Prozent der Befragten fühlten sich nach einer neuen Studie des Umweltbundesamtes durch Klimafolgen wie Hitze, Extremwetter oder Umweltveränderungen belastet. 21 Prozent gaben sogar an, sich dadurch sehr stark belastet zu fühlen. Für die Untersuchung wurden Interviews mit Fachkräften aus Psychologie und Therapie sowie eine repräsentative Online-Befragung von rund 1.300 Personen durchgeführt.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass der Klimawandel bereits heute spürbare emotionale Belastungen hervorruft. Gefühle wie Sorgen oder Verunsicherung würden dabei besonders häufig auftreten. Gleichzeitig zeigte die Studie, dass bestimmte Faktoren wie der Zugang zu Naturräumen oder die Überzeugung, dass Klimaschutz wirksam sein kann, die psychische Belastung deutlich mindern können.
Trotz der wahrgenommenen Belastungen ist die Bereitschaft zur persönlichen Anpassung an Klimaveränderungen bislang noch gering ausgeprägt. Hier setzt die Studie wichtige Impulse: Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen sollten zukünftig stärker sozial gedacht werden und neben technischen und ökologischen Aspekten auch die psychische Resilienz der Bevölkerung berücksichtigen. (SH)
Die vollständige Studie ist auf der Website des Umweltbundesamtes verfügbar.
