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Gender Budgeting-Bericht 2025

- Erschienen am 12.03.2026

Im Mittelpunkt des Gender Budgeting-Berichts steht die Frage, in welchem Umfang Frauen und Männer bislang von den ESF+-Programmen profitieren. Dafür wurden sowohl die verausgabten Mittel als auch die Teilnahmen in den einzelnen ESF+-Förderprogrammen auf Bundesebene ausgewertet. Zum Stichtag 8. Oktober 2025 lag der Anteil der Fördermittel, der auf Frauen entfällt, bei 59 Prozent und übertraf damit den festgelegten Zielwert von 55 Prozent. Insgesamt wurden rund 293,8 Millionen Euro aus dem ESF+ des Bundes für Frauen und 204,2 Millionen Euro für Männer eingesetzt.

Fast alle ESF+-Programme, die personenbezogene Förderungen enthalten, erreichen ihre selbst gesetzten Zielwerte oder übertreffen sie sogar. Das deutet darauf hin, dass Gleichstellungsaspekte bei der Umsetzung der Programme zunehmend berücksichtigt werden. Die Analyse zeigt jedoch Unterschiede zwischen einzelnen Zielgruppen: Bei Personen über 30 Jahren sowie bei mittel- bis hoch qualifizierten Teilnehmenden entfallen etwa zwei Drittel der Ausgaben auf Frauen. Dagegen liegt der Frauenanteil bei jüngeren oder gering qualifizierten Teilnehmenden etwa um die 50 Prozent. Zwischen Teilnehmenden mit und ohne Migrationshintergrund zeigen sich laut Bericht nur geringe Unterschiede in der Verteilung der Mittel nach Geschlecht. 

Durch die systematische Auswertung der Mittelverteilung können Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar gemacht und Programme gezielter weiterentwickelt werden. Der zweite Gender Budgeting-Bericht für das ESF+ des Bundes für die Förderperiode 2021 bis 2027 liefert damit eine wichtige Datengrundlage für eine gleichstellungsorientierte Steuerung der Förderprogramme. (SH)