Praxis-Tipp: Leitfaden für nachhaltige Digitalisierung
- Erschienen amDigitalisierung und Künstliche Intelligenz bieten einerseits große Chancen für den Klimaschutz und Ressourceneffizienz, verursachen auf der anderen Seite jedoch gleichzeitig einen steigenden Energie- und Ressourcenverbrauch. Das Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) in Potsdam hat dafür den Leitfaden ‘Grüne IT und Grüne KI’ veröffentlicht.
Der Leitfaden richtet sich an Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Forschungseinrichtungen und unterstützt diese dabei, ihre digitale Technologien umweltverträglicher zu gestalten. Im Fokus stehen dabei die Bereiche digitale Dienstleistungen, Rechenzentren, Netzwerke, Hardware und Software.
Dem Leitfaden zufolge könnte sich der globale Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 mehr als verdoppeln, während die Menge an Elektroschrott aus Servern und Datenspeichern sich sogar vervierfachen würde. Mit dem Leitfaden erhalten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung konkrete Maßnahmen für nachhaltigere digitale Systeme, um die ökologische Verantwortung bei der digitalen Transformation stärker berücksichtigen zu können. Empfohlen werden unter anderem der Einsatz erneuerbarer Energien in Rechenzentren, ressourcenschonende Softwareentwicklung sowie die Verlängerung der Lebensdauer von Hardware durch Reparatur und Wiederaufbereitung.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Der Leitfaden hebt hervor, dass rechenintensive KI-Anwendungen den Energie-, Wasser- und Ressourcenverbrauch erhöhen können. Gleichzeitig wird das Potenzial von KI für nachhaltige Anwendungen betont, etwa bei der Optimierung von Energieverbräuchen oder der Kreislaufwirtschaft. (SH)
