ESF+-Erfolgsgeschichte: Das Familienzentrum Nuthepark unterstützt Familien im Sozialraum
- Erschienen amOb Eltern-Kind-Yoga, Schwangeren-Treff oder sozialrechtliche Beratung bei Behördenfragen - das Familienzentrum Nuthepark im Potsdamer Stadtteil ‚Zentrum Ost' bietet vielfältige Unterstützung für Familien im Sozialraum. Seit Juni 2024 ist das von der Fröbel-Gruppe initiierte Projekt ein wichtiger Anlaufpunkt für Familien und wird durch das ESF+-Programm ‚Stark vor Ort' gefördert.
Von der Löwengruppe bis hin zu den nappydancers
Das Familienzentrum Nuthepark befindet sich direkt in einem Hort der Fröbel-Gruppe - einem der größten Träger von Kinderkrippen, Kindergärten und Horten in Deutschland. Die ehemalige Bibliothek des Hortes wurde mit neuem Leben gefüllt und in einen warmen und lebhaften Raum der Begegnung umgestaltet. Heute finden im Familienzentrum vielfältige Angebote für werdende Eltern, Familien mit Babys und Kleinkindern sowie Schulkinder und deren Eltern statt. Die Kita-Sozialarbeit erreicht die Familien und ihre Kinder direkt in der Lebenswelt von Kita und Hort und bietet somit eine zentrale Möglichkeit zum Beziehungsaufbau sowie zur Vermittlung unterschiedlichster Unterstützungsangebote.
Besonders gefragt sind die Bewegungs- und Begegnungsangebote. In der sogenannten ‚Löwengruppe' können sich Kinder zwischen drei und fünf Jahren austoben und ihre motorischen Fähigkeiten entdecken. Beim Eltern-Kind-Yoga erleben Familien gemeinsame Auszeiten, während jüngere Geschwister parallel betreut werden können. Auch Kurse wie die ‚nappydancers', ein mehrwöchiger Tanzkurs für Eltern und deren Kleinkinder, stoßen auf große Begeisterung. Ein wichtiger Baustein ist zudem die präventive Arbeit: Im Schwangeren-Treff kommen werdende Eltern frühzeitig zusammen und können neben der Beratungsangebote auch hilfreiche Kontakte knüpfen.
Stets ein offenes Ohr: Beratung die etwas bewirkt
Neben den offenen Angeboten spielt die individuelle Beratung eine zentrale Rolle im Familienzentrum Nuthepark. Die beiden Mitarbeiterinnen unterstützen Familien bei sozialrechtlichen Fragen und Behördengängen, helfen bei Anträgen oder vermitteln passende Hilfsangebote. Gerade für Familien mit Sprachbarrieren ist diese Unterstützung entscheidend. Mithilfe eines digitalen Dolmetscherdienstes können wichtige Anliegen meist schneller geklärt werden.
Anne Struck, die seit Juli 2024 im Familienzentrum tätig ist, berichtet von einem besonders schönen Beispiel einer vierköpfigen Familie. Diese wollten gemeinsam nach zehn Jahren erstmals ihre erkrankten Großeltern in Syrien besuchen, scheiterten jedoch an aufenthaltsrechtlichen Auflagen des Vaters. Gemeinsam wurde ein Antrag beim Migrationsamt gestellt - mit Erfolg. Die ganze Familie durfte die Reise antreten und die kranken Großeltern besuchen.
Ein Ort für alle Familien im Stadtteil
Da Zentrum Ost ein dicht besiedelter Stadtteil ist, in dem viele Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen leben, richtet sich das Angebot des Familienzentrums Nuthepark bewusst an alle Familien im Sozialraum.
"Wir arbeiten in einem Sozialraum, in dem Familien von Armut bedroht oder betroffen sind. So individuell ihre Geschichten und Problemlagen auch sind, was sie alle gemeinsam haben, ist Dankbarkeit für unsere Begleitung und Unterstützung. Das motiviert mich jeden Tag aufs Neue." - Anne Struck
Vernetzung im Sozialraum
Das Familienzentrum arbeitet eng mit Partnern im Stadtteil zusammen, darunter mit den Familienhebammen oder der Erziehungs- und Familienberatungsstelle ‚Beratungshaus'. Ziel der Lotsenberatung ist es, Familien nicht nur punktuell zu unterstützen, sondern sie langfristig zu begleiten und ihnen Wege zu weiteren Angeboten zu eröffnen.
Richtlinie des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz: Stark vor Ort: Soziale Integration von armutsbedrohten Kindern und ihren Familien
Finanzierung: Gesamtsumme: 354.733,91 Euro (davon ESF+: 212.840,25 Euro und Landesmittel: 70.946,75 Euro)
Titel des Projekts: Implementierung und Stärkung von Kita-Sozialarbeit und Familienzentrum im Verbund aus drei FRÖBEL-Einrichtungen
Zuwendungsempfangende: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH
Durchführungsort: Stadt Potsdam
Durchführungszeitraum: 01.06.2024 bis 30.05.2027
Kontakt (Projektleitung): Anne Struck, Tel.: 01732730367, E-Mail: anne.struck@froebel-gruppe.de

Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union, der Agentur für Arbeit und des Landes Brandenburg.
