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Arbeitsmarkt im Umbruch - Transformation sozial gestalten!

11. Jahresauftaktveranstaltung der kommunalen Beschäftigungsförderer am 3. März 2026

- Erschienen am 10.04.2026
Die 11. Jahresauftaktveranstaltung der kommunalen Beschäftigungsförderer fand am 3. März 2026 in Potsdam statt. (© WFBB)

Die aktive Gestaltung des industriellen Wandels in Brandenburg ist insbesondere für die kommunalen Beschäftigungsförderer von großer Bedeutung. Daher nahmen rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Jobcentern, Arbeitsagenturen, Kommunen und Landesinstitutionen am 3. März 2026 an der 11. Jahresauftaktveranstaltung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MWAEK) und der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) teil. Ziel war es, sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Transformation in Brandenburg auszutauschen. Anja Bergner vom Team WFBB Arbeit – Soziale Innovation und Integration fasst den Tag für BRANDaktuell zusammen.

MWAEK-Staatssekretärin Dr. Friederike Haase machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass das Land vor einer wirtschaftlichen und sozialen Umbauphase steht.

"Die Transformation des Arbeitsmarktes ist aktuell von sehr gegensätzlichen Entwicklungen geprägt: Beschäftigungsabbau und Fachkräftemangel laufen parallel ab. Deshalb brauchen wir neue Arbeitsmarktmodelle, um Übergänge aktiv zu gestalten."

Diese strategische Ausrichtung bekräftigte Dr. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der WFBB. Brandenburgs Erfolg der letzten 35 Jahre müsse nun durch eine gezielte Steuerung des Wandels verstetigt werden:

"Der industrielle Wandel ist real spürbar – vom Einsatz erneuerbarer Energien über Elektromobilität bis hin zur Bioökonomie. Entscheidend ist, dass wir diesen Wandel aktiv steuern, bestehende industrielle Stärken weiterentwickeln, neue Branchen etablieren und nachhaltige Beschäftigungsperspektiven im Land sichern."

Der Appell des Keynote-Speakers Prof. Dr. Sascha Stowasser vom ifaa. e. V., "Die Transformation ist kein Projekt. Sie gelingt nur im Zusammenspiel von Beschäftigten, Unternehmen und Region", zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Regionale Kooperationen sind entscheidend, um innovative Strukturen und Angebote voranzubringen: Sie stärken regionale Allianzen, vernetzen Unternehmen vor Ort und fördern den systematischen Ausbau wirksamer Unterstützungsstrukturen.

Im Anschluss daran regte der 'heiße Stuhl' in der sog. Fishbowl (Diskussionsmethode) zu lebhaften Diskussionen an. Mit dabei waren die Expertinnen und Experten Jochem Freyer von der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder), Prof. Dr. Sascha Stowasser (ifaa e. V.), Reni Richter (IGBCE) und Jenny Schüler (LEAG). Am Nachmittag hieß es dann: Transformation zum Anfassen, mit der Vorstellung konkreter Initiativen und Projekte im Gallery Walk. Auch das Team der CrewLinQ GmbH war vor Ort, um das Modellprojekt 'Digitales Poolmanagement in der Pflege als Promotor für bessere Arbeitsbedingungen' vorzustellen. Das Projekt wurde über die ESF+-Richtlinie 'Soziale Innovationen' gefördert und das darin erprobte Tool machte deutlich, wie die Arbeitsbelastung für Mitarbeitende in der Pflege dank transparenter Dienst- und Einsatzplanung reduziert werden kann. 

Am Ende des Tages war klar: Transformation gelingt nur mit einer starken Transformationsinfrastruktur: transparenter Förderung und Beratung, niedrigschwelligen Angeboten für KMU, organisiertem Qualifikationstransfer und sozialen Arbeitsmarktinnovationen. So schaffen wir gemeinsam neue Perspektiven.

Das Team WFBB Arbeit – Soziale Innovation und Integration bleibt dabei auch künftig ein verlässlicher Partner an der Seite der Brandenburger Beschäftigungsförderer.