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Rassismusmonitor 2026

- Erschienen am 09.06.2026

Der aktuelle Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors zeigt das Zusammenspiel von offenen und verdeckten rassistischen Einstellungen sowie die Verbreitung von Rassismuserfahrungen in Deutschland. Der Bericht basiert auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 8.000 Personen.

Rassistische Einstellungen sind demnach in Deutschland nach wie vor weit verbreitet und prägen den Alltag vieler Menschen. So stimmen 66 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass bestimmte Kulturen ‘fortschrittlicher und besser’ seien als andere. 48 Prozent sind dem Bericht zufolge der Ansicht, einige ethnische Gruppen seien ‘von Natur aus fleißiger’.

Insgesamt gaben 41 Prozent der Befragten an, mindestens einmal im Monat Diskriminierung zu erleben (nicht nur rassistisch begründet). Subtile Diskriminierung, wie z. B. ignoriert oder unfreundlich behandelt werden, würde noch häufiger auftreten als offene Formen und demnach den Alltag vieler Betroffener besonders stark prägen.

Insgesamt zeigt der Rassismusmonitor 2026, dass rassistische Einstellungen und ungleiche Erfahrungen weiterhin eine zentrale Herausforderung für die Gesellschaft darstellen und gezielte Maßnahmen zur Stärkung von Teilhabe und Vertrauen erforderlich sind. (SH)