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Erfahrungsaustausch mit kulturellen Impulsen

- Erschienen am 09.01.2026

Die erste Förderrunde des ESF+-Programms ‚Willkommen in Brandenburg' fand am 1. Dezember ihren gebührenden Abschluss: Vertreterinnen und Vertreter aus den geförderten Projekten, Ministerien und Landesinstitutionen kamen in der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) zum dritten Erfahrungsaustausch des Jahres zusammen. Gemeinsam blickten sie auf den aktuellen Stand der Umsetzung der Förderung und gaben einen Ausblick auf die kommende Förderrunde. Aber auch kulturelle Highlights kamen bei der Veranstaltung nicht zu kurz.

Willkommen in Brandenburg in Zahlen: 11 Kommunen und über 27.270 Beratungen

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) präsentierte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (MWAEK) zentrale Ergebnisse und Kennzahlen zum Stand der Umsetzung der ESF+-Richtlinie ‚Willkommen in Brandenburg'. Im Fokus stand die Entwicklung der Beratungszahlen, die Erreichung der Programmziele sowie regionale Schwerpunkte.

Bei den Programmzielen wurden wichtige Meilensteine erreicht: 11 Kommunen verfügen bereits über regionale Beratungsstrukturen in Form von Welcome Centern und insgesamt 7.541 Menschen profitierten bislang von den Beratungsangeboten. Für 2026 kündigte das MWAEK weitere Entwicklungen an: Ab dem 01.01.2026 nehmen 14 Welcome Center ihre Arbeit auf. Neu dabei sind die Landkreise Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, Elbe-Elster und Prignitz.

Einblicke in die Projektpraxis: Arbeit gegen Ausbeutung & Integration durch Sport

Als einen besonderen Tagespunkt stellten zwei lokale Projekte ihre Arbeit vor:

Brandenburg Aktiv gegen Menschenhandel, Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung (AMIF):

  • Der Verein Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH zeigte, wie das Projekt Beratungsstrukturen im Land stärkt, um Betroffene bestmöglich zu unterstützen. Der Vortrag gab einen tiefen Einblick in Beratungsfälle, Herausforderungen bei der Identifikation von Betroffenen sowie die Zusammenarbeit mit Behörden.

Integration durch Sport:

  • Die Brandenburgische Sportjugend stellte vor, wie Sport als niederschwelliger Zugang für Integration genutzt wird - sei es durch Vereinsanbindung, Sportangebote für Geflüchtete oder Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche. Die Teilnehmenden erhielten Beispiele für erfolgreiche Integrationsgeschichten und wirkungsvolle Netzwerkstrukturen.

Gemeinsamer Austausch der Träger

Im Anschluss diskutierten die Projektträger - die regionalen Welcome Center - ihre Erfahrungen aus der täglichen Praxis. Vom Umgang mit komplexen Fallkonstellationen, zu Herausforderungen bei Personalgewinnung und -bindung bis hin zu ihren Bedarfen für den weiteren Förderzeitraum. Der offene Dialog stärkte die Vernetzung untereinander und zeigte, dass viele Projekte vor ähnlichen Fragestellungen stehen und voneinander profitieren können.

Kultureller Abschluss mit Film und Musik

Ein besonderer Höhepunkt war der Filmbeitrag ‚Baden gehen' von Regisseur Clemens Schiesko. Der Kurzfilm thematisiert die Lebensrealitäten junger Geflüchteter und regte eine lebhafte Diskussion in der Integrationsarbeit an, an der einer der Darsteller, Herr Hassaan Alhassan teilnahm. Marcus Reinert (Opferperspektive e. V.) ergänzte dies durch eine Perspektive aus der Beratungsarbeit. Musikalisch abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Auftritt von Sergio Amico, der für einen inspirierenden Ausklang sorgte. (SH)

Die Veranstaltung wurde im Auftrag des MWAEK und in Zusammenarbeit mit der WFBB organisiert und aus Mitteln des ESF+ und des Landes Brandenburg gefördert.

Weitere Impressionen aus der Fachtagung