ESF+-Programm 'Willkommen in Brandenburg': Auftakt für neue Förderphase
- Erschienen amDie neue Förderrunde des ESF+-Programms 'Willkommen in Brandenburg' ist mit einer Auftaktveranstaltung am 20. April 2026 auch offiziell gefeiert worden. Auf Einladung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg (MASGZ) waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der bestehenden sowie neu hinzugekommenen Projekte in die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gekommen. BRANDaktuell fasst die Highlights des Tages zusammen.
Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Moderator und Teamleiter WFBB Arbeit – Soziale Innovation und Integration der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) Dr. Matthias Kirbach die Teilnehmenden und hob das gewachsene Netzwerk und die damit verbundene Verbesserung der regionalen Abdeckung hervor. Die Zahl der Welcome Center in Brandenburg ist auf nun 14 Projekte gestiegen. Neu in der "Familie der Welcome Center" sind die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oder-Spree und Elbe-Elster.
Statistik und Hard Facts zur Richtlinie
Nach ihrer Begrüßung gab Dina Ulrich (MASGZ) einen Überblick über die Zielgruppen des Programms und ordnete diese in den aktuellen demografischen Kontext ein. Auf Basis von Statistiken zeigte sie auf, dass der Anteil ausländischer Staatsangehöriger in Brandenburg mit 7,4 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt, aber in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sei. Die bisherigen Erfahrungen verdeutlichen, dass Integration und gesellschaftliche Teilhabe langfristige Prozesse sind, die auch über den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit hinaus weiterhin Unterstützung und Begleitung erfordern. Für die neue Förderphase wurden seitens der ESF-Verwaltungsbehörde des Landes Brandenburg daher zusätzliche Mittel bereitgestellt, um die Erweiterung des Programms und die Finanzierung der zusätzlichen Projekte zu ermöglichen. Insgesamt stehen 16,9 Millionen Euro zur Verfügung, davon 10,1 Millionen Euro aus dem ESF+.
Monitoring als Grundlage für erfolgreiche Förderpolitik
Im Anschluss erklärte Sylvio König von der ESF-Verwaltungsbehörde, warum die Datenerhebung über das Monitoring für die Bewertung des Programmerfolgs und die Transparenz gegenüber der Europäischen Kommission von großer Bedeutung ist. Er nannte die Zielindikatoren der laufenden Förderperiode: Bis 2028 sollten insgesamt 14 Kommunen eingebunden werden und rund 15.000 Erstberatungen erreicht werden. Er gratulierte den Projekten zu einem beachtlichen Zwischenergebnis: Bereits 59,4 Prozent der Erstberatungen wurden bereits zur Hälfte der Programmlaufzeit erreicht.
Abschließend informierte Jörg Erxleben (ILB) über finanztechnische Aspekte der Förderung und empfahl den Projekten, die Mittel regelmäßig – mindestens zwei Mal, aber maximal vier Mal pro Jahr – abzurufen, was dank schnellerer Abwicklung und weniger aufwendigen Nachbearbeitungen Vorteile für beide Seiten brächte.
Make it in Germany
Nach einer Pause, die seitens der Projektverantwortlichen zum ausgiebigen Netzwerken genutzt wurde, informierte Marlene Schimpf vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. über ein Webportal der Bundesregierung, das sich sowohl an internationale Fachkräfte als auch an Unternehmen und beratende Institutionen richtet. Seit dem Start im Jahr 2012 verzeichnet www.make-it-in-germany.com über 100 Millionen Besuche und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Fachlicher Austausch in Workshops
In drei parallelen Workshops vertieften die Teilnehmenden zentrale Themen der Projektarbeit. Im Fokus standen die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die Weiterentwicklung des Regionalen Integrationsnetzwerks Brandenburg sowie der Zugang zur Sprachförderung. Die Formate boten Raum für Erfahrungsaustausch und praxisnahe Diskussionen.
Die Auftaktveranstaltung machte deutlich, dass das ESF+-Programm 'Willkommen in Brandenburg' in der neuen Förderphase auf einem stabilen Fundament aufbaut und gleichzeitig gezielt weiterentwickelt wird. Das gewachsene Netzwerk und der intensive Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren stärken die Integration internationaler Fachkräfte im Land nachhaltig. (JM)
Weitere Informationen zum ESF+-Programm 'Willkommen in Brandenburg' finden Sie:
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- auf der Website der ILB oder
- auf der Website der WFBB Arbeit.

Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.
