ESF+-Erfolgsgeschichte: Gemeinsam Zukunft gestalten
- Erschienen amIn Ostbrandenburg hilft das 'KarriereCenter Ostbrandenburg' Jugendlichen, ihren Weg in die Berufswelt zu finden, und unterstützt Unternehmen bei der Suche nach passenden Nachwuchskräften. BRANDaktuell wirft einen Blick auf ein über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördertes Modellprojekt des QualifizierungsCENTRUM der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt, das dank eines systemischen Ansatzes und starker regionaler Vernetzung den Übergang von der Schule in den Beruf neu denkt.
Im östlichen Brandenburg bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt, während Jugendliche sich in der Vielzahl der Möglichkeiten verlieren. Unternehmen fällt es zunehmend schwer, junge Menschen langfristig zu binden, weil Erwartungen und Bedarfe oft nicht zusammenpassen. Genau hier setzt das Projekt 'Fachkräftesicherung durch passgenauen Übergang Schule-Beruf' an, das im Rahmen der ESF+-Richtlinie 'Förderung sozialer Innovationen im Land Brandenburg' gefördert wird.
Multiperspektivische Arbeitsweise
Herzstück des Projekts ist ein Ansatz, der individuelle Beratung, Netzwerkarbeit und innovative Formate kombiniert und dabei Schulen, Eltern, Unternehmen und weitere Akteurinnen und Akteure der Region zusammenführt. Schulen erhalten ein Komplettpaket, das lokale Angebote bündelt und Orientierung schafft. In individuellen Beratungen finden Schülerinnen und Schüler oder aber deren Eltern Unterstützung bei wichtigen Übergangsentscheidungen – ohne Druck, dafür mit Raum für Fragen und Reflexion.
Wertebasierte Begegnungen und gelebte Netzwerkarbeit
Ein Highlight ist das wertebasierte Speed-Dating: Jugendliche reflektieren in Workshops ihre Werte und Erwartungen, Unternehmen werden parallel geschult und für die Werte der jungen Menschen sensibilisiert. So entstehen Begegnungen auf Augenhöhe, bei denen es um mehr geht als um Noten: nämlich um gemeinsame Vorstellungen von Zukunft und Arbeitskultur.
Darüber hinaus nutzt das Projekt bestehende Netzwerke und Kommunikationskanäle effektiv: Auf Instagram und der eigenen Website werden wöchentlich Veranstaltungskalender und Neuigkeiten veröffentlicht. So haben Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte jederzeit einen schnellen Überblick über aktuelle Angebote.
Berufsorientierung wird im Rahmen des Projekts ganzheitlich betrachtet, sodass bereits in der Grundschule damit begonnen wird. Mit niedrigschwelligen Formaten werden Kinder frühzeitig an Berufsbilder herangeführt und entwickeln dadurch erste Vorstellungen von Arbeit. So werden Neugier, Selbstvertrauen und Offenheit für Zukunftsfragen früh gefördert.
Systemisch denken, nachhaltig handeln
Das Projekt folgt einem systemischen Ansatz, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen Bildung, Arbeitswelt, Familie und Gesellschaft in den Blick nimmt. Fachkräftemangel, Ausbildungsabbrüche oder Passungsprobleme werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Ergebnis vielschichtiger Dynamiken verstanden. Mit diesem vernetzten Blick gelingt es, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die Jugendliche, Eltern, Schulen und Unternehmen gleichermaßen einbeziehen.
So wird aus vielen einzelnen Maßnahmen ein gemeinsames Ziel: eine neue Übergangskultur, die Fachkräftesicherung im Land Brandenburg nachhaltig gestaltet.
Weitere Informationen und Kontakt zum Projektteam erhalten Sie:
- auf der QCW-Website
- auf der KarriereCenter-Plattform und
- auf Instagram.
Richtlinie: Förderung sozialer Innovationen im Land Brandenburg - Modellprogramm zur Förderung neuer Ansätze für die Brandenburger Arbeitspolitik in der EU-Förderperiode 2021-2027
Finanzierung: Gesamtsumme des Zuwendungsbescheids: 292.895 EUR, davon ESF+: 278.250 EUR
Titel des geförderten Projekts: Fachkräftesicherung durch passgenauen Übergang Schule-Beruf
Zuwendungsempfangende: QualifizierungsCENTRUM der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt
Durchführungsort: Land Brandenburg
Durchführungszeitraum: 01.11.2024 - 31.10.2026
Kontakt (Projektleitung): Evelyn Knaack, Tel. +49 151-222 41715, E-Mail: evelyn.knaack@qcw.de

Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.
