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ESF+-Erfolgsgeschichte: Perspektive Job: Neue Wege für Jugendliche in Ausbildung und Arbeit

- Erschienen am 07.08.2026
© AdobeStock: industrieblick

Das ESF+-Programm ‘Perspektive Job – Jugend in Ausbildung und Arbeit' setzt auf individuell zugeschnittene Angebote: von sozialpädagogischer Begleitung über Kompetenzcoachings bis hin zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und die praktische Erprobung in Betrieben. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern werden passgenaue Lösungen entwickelt, die sowohl die Bedürfnisse der Teilnehmenden als auch die Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes berücksichtigen. 

Das Förderprogramm des Landes Brandenburg wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) finanziert und unterstützt junge Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Erwachsene zwischen 18 und unter 27 Jahren durch Coaching bei der Vermittlung in Arbeit bzw. Ausbildung. Gleichzeitig erhalten Brandenburger Unternehmen Unterstützung bei der Suche nach jungen Nachwuchskräften. Die Ziele des Programms liegen in der Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung, der Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit sowie der Fach- und Arbeitskräftesicherung.

Verlängerung der Projekte

In jedem der fünf Agenturbezirke im Land Brandenburg (Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Neuruppin, Potsdam) wird zurzeit ein Projekt im Rahmen der Richtlinie gefördert, das jeweils an mehreren Standorten wirkt. Die Projekte sind seit März 2024 nach und nach gestartet und inzwischen gut in den Regionen verankert.

Die bisherige Umsetzung zeigt bereits erste Erfolge: Zahlreiche junge Menschen konnten stabilisiert und wieder an Bildung und Beschäftigung herangeführt werden. In vielen Fällen sind direkte Übergänge in schulische oder betriebliche Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Qualifizierungen gelungen. Auch die engere Vernetzung mit regionalen Betrieben hat sich bewährt und eröffnet zusätzliche Einstiegsmöglichkeiten. Um die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und die regionalen Strukturen zur Begleitung junger Menschen in den Arbeitsmarkt zu vertiefen, werden die laufenden Projekte bis zum 31. Dezember 2027 verlängert.

Trotz des gemeinsamen Rahmens der Richtlinie haben sich in jedem Projekt regionale Schwerpunkte, Ansätze und Erfolgsfaktoren entwickelt. Daher stellen wir jedes Projekt in den kommenden Monaten in einer Artikelreihe etwas ausführlicher vor. 

Alle Projekte im Überblick

Das Projekt der WEQUA  (Wirtschaftsentwicklung und Qualifizierungsgesellschaft mbH) ist bereits seit dem 1. März 2024 im Agenturbezirk Cottbus aktiv und hat sich ein breit aufgestelltes Netzwerk in Südostbrandenburg aufgebaut. Ziel ist es, ganzheitliche Unterstützungsstrukturen zu schaffen, die Teilnehmende bedarfsorientiert fördern und Hemmnisse am Übergang in den Arbeitsmarkt abbauen. Wie das WEQUA-Team mit den Perspektive-Job-Autos durch das Cottbuser Umland fährt und junge Menschen auf ihrem Weg begleitet, erfahren Sie im ersten Teil der Reihe. 

ABW (Angermünder Bildungswerk GmbH) ist ebenfalls seit dem 1. März 2024 an sechs Standorten mit einer Anlaufstelle 'Perspektive Job' im Agenturbezirk Eberswalde ansprechbar und betreut damit die Zuständigkeiten des Jobcenters Barnim sowie Eberswalde. Dank der betriebseigenen Werkstätten wird den Teilnehmenden eine individuelle und praxisnahe Berufsorientierung sowie das Ausprobieren vom zukünftigen Berufsalltag ermöglicht. Durch ein breites Unternehmensnetzwerk und unterschiedliche Formate, wie z. B. ein Unternehmens-Speeddating, gelingt der Übergang in Ausbildung und Arbeit. 

Im Agenturbezirk Frankfurt (Oder) legt die IHK-PG (IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg) seit dem 1. April 2024 in ihrem Projekt den Schwerpunkt auf eine enge Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft. Durch praxisorientierte Maßnahmen, individuelle Beratung und gezielte Vermittlung werden junge Menschen direkt an Unternehmen herangeführt. Gleichzeitig profitieren Betriebe von der frühzeitigen Einbindung potenzieller Nachwuchskräfte. Die Begleitung funktioniert auch deshalb gut, da es eine sehr enge Kooperation mit Jugendberufsagentur und Jobcenter gibt.

Die gsm GmbH setzt auf ein flexibles Unterstützungsangebot, das sich an den individuellen Lebenslagen der Teilnehmenden orientiert und auf dem Grundsatz 'Hilfe zur Selbsthilfe' fußt. Im Agenturbezirk Potsdam wird das Projekt seit dem 1. Februar 2025 an fünf Standorten umgesetzt, an denen sowohl Gruppen- als auch Einzelangebote durchgeführt werden.  Durch verschiedene Online-Tools zur Berufsorientierung, Stärken-Schwächen-Analysen und die Implementierung von Alltagsroutinen versuchen die Jobcoaches die Jugendlichen nachhaltig zu aktivieren und schrittweise an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Nestor (Nestor Bildungsinstitut GmbH) kombiniert im Agenturbezirk Neuruppin seit dem 1. Oktober 2024 Berufsorientierung mit praxisnahen Qualifizierungsangeboten. Häufig fehlen den jungen Menschen positive Rollenbilder, Selbstwert und Selbstwirksamkeit. Um dem zu begegnen, setzt das Projekt auf Ressourcenaktivierung, Rollenspiele und realistische Übungssettings (z. B. Telefonate mit Betrieben, Bewerbungsgespräche). Diese stärken die Motivation und fördern nachhaltige Integrationsbereitschaft.

Richtlinie: Perspektive Job – Jugend in Ausbildung und Arbeit
Finanzierung: Gesamtsumme ESF+: rund 12 Mio. Euro 
Durchführungsort: Land Brandenburg
Dauer der Richtlinie: 04.08.2023 bis 31.12.2028
Kontakt (Programmbegleitung seitens der Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH, Team WFBB Arbeit – Soziale Innovation und Integration): Sabrina Anastasio, Tel.: +49 331 70 44 57-2921, E-Mail: Sabrina.Anastasio@wfbb.de

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Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.