Gleichstellungsreport für Brandenburg veröffentlicht
- Erschienen amTrotz zahlreicher Fortschritte bestehen in Brandenburg weiterhin geschlechterspezifische Unterschiede in zahlreichen Lebensbereichen. Zu diesem Ergebnis kam der Gleichstellungsreport Brandenburg, der unter anderem die Themen Demografie, Bildung, Erwerbstätigkeit, soziale Lage, Sorgearbeit, politische Teilhabe, Gesundheit sowie geschlechtsbezogene Gewalt analysiert.
Auf die Geschlechterverteilung bezogen, zeigt die Studie, dass es unter jungen Erwachsenen einen Überhang der männlichen Bevölkerung gibt. Im Vergleich dazu finden sich innerhalb der älteren Bevölkerung mehr Frauen vor.
Der Gleichstellungsdatenreport hebt positiv hervor, dass Brandenburg in einigen Bereichen anderen Bundesländern voraus ist: Die Ganztagsbetreuungsquote ist demnach höher als im Bundesdurchschnitt und Frauen würden häufiger in vollzeitnaher Teilzeit arbeiten. Insgesamt arbeiten nach wie vor mehr Frauen als Männer in Teilzeit und auch bei der Verteilung von Sorgearbeit gibt es deutliche Unterschiede. Demnach würden Männer in Brandenburg im Schnitt nur 3,2 Monate Elternzeit in Anspruch nehmen, während Frauen knapp 13 Monate Elternzeit nehmen würden. Weiterhin bietet der Datenreport einen Überblick über die finanzielle Ungleichheit zwischen Frauen und Männern in Brandenburg. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz positiver Entwicklungen weiterhin strukturelle Unterschiede bestehen. Der Gleichstellungsdatenreport liefert damit eine wichtige Grundlage, um bestehende Herausforderungen sichtbar zu machen und gleichstellungspolitische Maßnahmen weiterzuentwickeln. (SH)
