Finale BPW-Prämierung 2026: Innovatives Frühwarnsystem überzeugt
- Erschienen amDas Wettbewerbsjahr 2026 des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) fand am 8. Juli 2026 mit der dritten Prämierung in der Investitionsbank Berlin (IBB) seinen feierlichen Abschluss. Ausgezeichnet wurden Geschäftsideen, die mit technologischen, nachhaltigen und sozialen Innovationen überzeugen.
Rückblick auf das BPW-Jahr 2026
Der Abend startete mit einem Rückblick auf das erfolgreiche BPW-Jahr 2026. Insgesamt haben 1.774 Gründungsinteressierte genau 416 Geschäftskonzepte eingereicht. Besonders erfreulich ist die Frauenquote von 47,1 Prozent bei den Einreichungen. Seit Bestehen des BPW konnten 20.024 Arbeitsplätze geschaffen und 2.553 Unternehmen gegründet werden.
Hauptpreis für intelligente Brückenüberwachung - 20.000 Euro für die beste Idee
Die zehn besten Ideen wurden zur dritten Prämierung in die IBB eingeladen und erhielten die Chance auf den mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreis. Von künstlicher Intelligenz über Biotechnologie und Digital Health bis hin zu nachhaltigen Lösungen für die Bauwirtschaft und den Bereich Bildung: Die zehn Finalteams verdeutlichten einmal mehr die Innovationskraft der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.
Durchsetzen konnte sich das Berliner Unternehmen ‚Spree Monitoring GmbH', das ein sensorbasiertes Ultraschallverfahren entwickelt hat, mit dem Veränderungen im Beton von Brücken und anderen Bauwerken frühzeitig erkannt werden können. Schäden sollen dadurch sichtbar werden, bevor sie kritisch werden. Die Technologie ermöglicht eine vorausschauende Instandhaltung, verlängert die Lebensdauer von Bauwerken und kann ungeplante Sperrungen und Verkehrsbeeinträchtigungen somit vermeiden. Dank dieser innovativen Idee durfte sich das Siegerteam über den Hauptpreis des BPW 2026 und das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro freuen.
Barrierefreie Musikinstrumente: Der Nachhaltigkeitspreis für mehr Teilhabe
Weiter ging es mit dem Nachhaltigkeitspreis, den das Berliner Team ‚klingklusion' erhielt. Das Gründungsteam hat barrierefreie digitale Musikinstrumente entwickelt, die Kindern mit Behinderungen einen niedrigschwelligen Zugang zum Musizieren ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Kindern und Musiklehrkräften entstand somit eine digitale Gitarre mit vereinfachter Bedienung. Mit diesem innovativen und inklusiven Bildungsansatz durfte sich das Team von ‚klingklusion' über das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro freuen.
Live-Abstimmung für den Publikumspreis
Einer der spannendsten Momente des Abends stellt die Abstimmung um den Publikumspreis dar. Nachdem die zehn Finalteams ihre Geschäftsideen in kurzen Pitches vor dem Publikum vorgestellt hatten, konnten die Gäste live vor Ort abstimmen, wer sie am meisten überzeugt hat. Das Ergebnis der Live-Abstimmung verkündete Martina Klement, Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg. Sie überreichte dem Team von StemGel den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis. Das Gründungsteam überzeugte das Publikum mit seiner Technologie für präzise dreidimensionale Zellkulturen, mit denen die Entwicklung neuer Medikamente unterstützt und gleichzeitig die Reduzierung von Tierversuchen ermöglicht werden kann.
Ehrung für die gründungsstarken Hochschulen
Traditionell wurden im Rahmen der dritten und somit finalen BPW-Prämierung wieder die gründungsaktivsten Hochschulen der Hauptstadtregion ausgezeichnet. In Berlin erhielt die Universität der Künste Berlin die Auszeichnung als ‚Ideenschmiede'. Für Brandenburg wurde die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg geehrt. Mit der ‚Ideenschmiede' würdigt der BPW Hochschulen, die Studierende und wissenschaftliche Teams auf dem Weg zur Unternehmensgründung besonders engagiert unterstützen.
Fazit und Ausblick auf das neue Wettbewerbsjahr
Mit der dritten Prämierung endet das BPW-Wettbewerbsjahr 2026. Die ausgezeichneten Teams zeigten erneut eindrucksvoll, wie Gründungsideen dazu beitragen können, Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen zu bewältigen. Thomas Krause, Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, gratulierte den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern und hob ebenfalls hervor, dass sie mit ihren innovativen Lösungen in Bereichen wie Infrastruktur, Gesundheit, Bildung und Nachhaltigkeit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region leisten.
Das neue Wettbewerbsjahr startet am 8. Oktober 2026 im Rahmen des Deutschen Gründer- und Unternehmertages (deGUT) in Berlin. (SH)
- Weitere Infos zur dritten Prämierung des BPW können Sie der Pressemitteilung auf der Website des BPW entnehmen.
- Alle Informationen rund um den BPW finden Sie ebenfalls auf der BPW-Website.

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg wird gemeinsam durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg unterstützt sowie aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert.
