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Studie: Anerkennung ausländischer Abschlüsse

- Erschienen am 06.05.2026

Eine aktuelle Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung zeigt die wachsende Bedeutung der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für die Fachkräftesicherung in Deutschland. So hat sich die Zahl der Anerkennungsanträge seit 2016 nahezu verdoppelt.

Besonders stark nachgefragt sind Anerkennungen in Engpassberufen: Allein im Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe entfällt etwa ein Drittel aller Verfahren.

Auffällig sei zudem die zunehmende Bedeutung internationaler Fachkräfte aus Drittstaaten. Während die Anträge aus EU- und EWR-Staaten weitgehend konstant geblieben sind, ist der Anstieg der Gesamtzahlen vor allem auf Bewerbungen aus Nicht-EU-Ländern zurückzuführen. Bei Antragstellenden aus EU-/EWR-Staaten liegt die Quote der vollen Anerkennung bei rund 75 Prozent, während es bei Drittstaaten nur etwa 40 Prozent sind. 

Die Studie zeigt zudem Fortschritte bei der Verfahrenseffizienz: Die Dauer bis zum ersten Bescheid konnte in den vergangenen Jahren deutlich verkürzt werden. Sie ist von ca. 133 Tagen (2017) auf rund 61–79 Tage (2023) gesunken. (SH)