Arbeitsvermittlung soll digitaler und flexibler werden
- Erschienen amDie Bundesregierung will die Bundesagentur für Arbeit modernisieren und hat dazu einen Gesetzentwurf zur Digitalisierung und Weiterentwicklung der Arbeitsförderung beschlossen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie der Bundesagentur für Arbeit zu vereinfachen und Menschen schneller in Arbeit oder Weiterbildung zu vermitteln.
Künftig sollen Anträge bei der Bundesagentur für Arbeit vorrangig online gestellt werden können. Neben der bereits etablierten digitalen Beantragung von Arbeitslosengeld soll auch die Arbeitslosmeldung vereinfacht werden. Auch Beratungsgespräche sollen künftig häufiger per Video durchgeführt werden, damit Arbeitssuchenden flexiblere Beratungsangebote ermöglicht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesetzentwurfs liegt auf der Vermeidung von Arbeitslosigkeit. So soll mit der sogenannten Beschäftigungserprobung ein Instrument geschaffen werden, das den unmittelbaren Wechsel von einem Arbeitsplatz in einen anderen erleichtert. Gleichzeitig sind Verbesserungen bei der beruflichen Weiterbildung vorgesehen, unter anderem beim Weiterbildungsgeld.
Auch Unternehmen sollen von den geplanten Änderungen profitieren. Neben der Digitalisierung von Verwaltungsverfahren sind unter anderem Maßnahmen zum Bürokratieabbau sowie zur Modernisierung des Arbeitsschutzes vorgesehen. (SH)
