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‚Green Skills‘ für Fachkräfte in der Metallindustrie

Wie der ESF für eine nachhaltige Fachkräftesicherung wirkt.

 

Gunda Fischer und Gregor Holst, Projektverantwortliche, im IMU-Institut Berlin © Foto: IMU-Institut BerlinIn der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Träger zu Wort, die den ESF für ihre Projekte nutzen. BRANDaktuell befragte diesmal Gunda Fischer und Gregor Holst vom IMU-Institut Berlin zu einem transnationalen Projekt, das bereits seit einem Jahr beendet ist. Doch die Ergebnisse wirken nachhaltig, wie Sie im folgenden Text nachlesen können.

 

Woher wussten Sie von dem Förderprogramm?

Das IMU-Institut ist als unabhängige, arbeitsorientierte Forschungs- und Beratungseinrichtung seit über 20 Jahren im Land Brandenburg als Träger von Landes- und Bundesprogrammen, so auch für die Arbeitspolitik aktiv. Dazu arbeiten wir eng mit Wirtschaft und Wissenschaft, Politik, Verwaltung, und den Sozialpartnern zusammen.

 

Für das Projekt ‚Green Jobs in der Metallindustrie‘ bot die Transnationale Richtlinie den passenden Rahmen. Auf der Basis eines transnationalen Erfahrungsaustauschs, konnte so die Kompetenzentwicklung und die Qualifikation für Beschäftigte und Betriebsräte Brandenburger Unternehmen der Metallindustrie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung unterstützt werden.

 

Wofür setzten Sie die Mittel ein?

So genannte ‚Green Technologies‘ stellen auch für die Metallindustrie Zukunfts- und Wachstumsmärkte dar, die neue Kompetenzen beispielsweise für mehr Ressourceneffizienz erfordern. Diese neuen, nachhaltigen Märkte zu erschließen und die dafür notwendigen qualifizierten Fachkräfte mit geeigneten Angeboten zu unterstützen und Qualifizierungen zu flankieren, sind wichtige Bausteine für die Sicherung einer zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung. Die Module des Fortbildungs- und Trainingskonzepts I richten sich an Beschäftigte, Fach- und Führungskräfte sowie den Fachkräftenachwuchs. Ziel ist es, die Sensibilisierung für die Potenziale des Wachstumsmarktes ‚Green Tech‘ sowie für die dafür notwendigen Anforderungen an die Kompetenzentwicklung, insbesondere in der Energie- und Materialeffizienz zu intensivieren. Im Fokus des Fortbildungs- und Trainingskonzepts stand daher insbesondere die Kompetenzentwicklung für das ‚grüne Handeln‘ im Unternehmen. Die Module des Fortbildungs- und Trainingskonzepts II bieten eine Basisqualifizierung für Betriebsräte an, die ebenfalls für das Thema Material- und Energieeffizienz sensibilisiert und zur Teilnahme an weiteren, vertiefenden Bildungsmaßnahmen motiviert. Im Kern geht es darum, Betriebsräte dabei zu unterstützen, aktuelle, wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Themen betriebspolitisch aufzugreifen und mit Standort- und Arbeitsplatzsicherung sowie mit ‚Guter Arbeit‘ zu verbinden. Insofern zielen die Module auf den Aufbau fachlicher, sozialer sowie organisatorischer Kompetenzen.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

Ohne die Unterstützung des Landes wäre der transnationaler Erfahrungstransfer und die Entwicklung der Trainings- und Fortbildungsmodule und damit der Ausbau von ‚Green Skills‘ in ‚Green Jobs‘ in und für Brandenburger Unternehmen der Metallindustrie nicht möglich gewesen. Die Unterstützung bezog sich neben der finanziellen Förderung des Projekts auch auf die fachliche Begleitung der Träger und die Organisation des inhaltlichen Austauschs mit weiteren Projektträgern. Das Projekt hat somit zur Erschließung des Zukunftsmarkts ‚Green Tech‘ sowie zur nachhaltigen Branchenentwicklung der Metallindustrie im Land Brandenburg beigetragen.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Was haben Sie unternommen? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

Gerade der Transfer der Ergebnisse und der entwickelten Produkte stellte einen wesentlichen Aspekt der Arbeit und des Erfolgs dar. Dafür war es wichtig, tragfähige Kommunikations und Transferstrukturen zu entwickeln bzw. auf etablierte Strukturen zurückzugreifen. Mit ‚Green Jobs‘ knüpften wir für die Öffentlichkeitsarbeit an vorhandene Kommunikations und Organisationsstrukturen der Branche an. Als Initiator des Projekts war auch das Netzwerk profi l. metall eingebunden, dem eine wesentliche Rolle im Sinne des Transfers zukam. Zum anderen unterstützte das Management des Clusters ‚Metall Brandenburg‘ den Transfer, um die Ergebnisse in die Breite zu tragen und den Unternehmen und Branchenakteuren im Land Brandenburg zugänglich zu machen.

 

Das Projekt ist seit einem Jahr beendet. Was bleibt?

Das Projekt hat dazu beigetragen, die Kompetenzentwicklung in Unternehmen der Metallindustrie des Landes Brandenburg zu befördern und darüber den Ausbau nachhaltiger, ‚grüner‘ Jobs zu unterstützen sowie zur Sicherstellung ‚Guter Arbeit‘ beizutragen. Die entwickelten Module werden unter anderem durch zwei erfahrene Bildungs- und Qualifizierungsdienstleister sowie im Rahmen der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit angeboten und stehen der interessierten Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung.

 

Infos

Die Inhalte der Module der Fortbildungs- und Trainingskonzepte I und II können Sie sich auf den Internetseiten des IMU-Instituts Berlin ansehen unter http://tinyurl.com/j82j6xn

ESF-Mittel im Projekt: 178.708,22 € / 160.830,16 € (ESF) Kofinanziert aus Mitteln der Stiftung Neue Länder der Otto-Brenner-Stiftung

Richtlinie/ Programm: Transnationale Richtlinie - Förderung des transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustauschs für die Gestaltung einer zukunftsorientierten Arbeitspolitik
Zuwendungsempfänger: IMU-Institut Berlin GmbH

Durchführungsort: Land Brandenburg
Laufzeit: 01.08.2013 – 31.03.2015
Kontakt: E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de, Internet: www.imu-institut.de
Ansprechpartnerin: Gunda Fischer, Gregor Holst, IMU-Institut, Berlin GmbH, Alte Jakobstraße 76, 10179 Berlin, Tel.: +49 30 2936970

 

Diesen und weitere interessante Artikel finden Sie in Ausgabe 4/2016 des BRANDaktuell-Newsletters.

 

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