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Fachkräftestrategie aktualisiert

Unter dem Motto „Fachkräfte bilden, halten und für Brandenburg gewinnen" fokussiert sich die künftige Strategie auf fünf Schlüsselthemen.

Die Fachkräftestrategie des Landes wird fortgeschrieben und konzentriert sich künftig auf fünf Schlüsselthemen. Das Kabinett folgte heute einem entsprechenden Vorschlag von Arbeitsministerin Diana Golze. Die Strategie steht unter dem Motto „Fachkräfte bilden, halten und für Brandenburg gewinnen“. Ministerin Golze betonte: „Brandenburg soll Fachkräfteland bleiben!“

 

Angesichts sinkender Geburtenzahlen und einer ständig wachsenden Zahl von Arbeitskräften, die aus dem Berufsleben ausscheiden, hatte Brandenburg bereits 2012 eine Fachkräftestrategie formuliert. Neu bei der Fortschreibung ist die Fokussierung auf die fünf zentralen Handlungsschwerpunkte

 

  • „Fachkräfte und Clusterpolitik“,
  • „Übergang Schule und Beruf einschließlich Berufs- und Studienorientierung“,
  • „Duale Studienangebote bedarfsgerecht erweitern“,
  • „Aus- und Weiterbildung stärken“ sowie
  • „Gute Arbeit und Wandel der Arbeit“.

 

Die Schlüsselthemen sollen Unternehmen bei der Besetzung ihrer Ausbildungsstellen und ihrer Arbeitsplätze unterstützen. Bei der Umsetzung werden die Partner des Bündnisses für Fachkräftesicherung - die zuständigen Ressorts Arbeit, Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft - eng zusammenarbeiten. Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt wird im Querschnitt besonders berücksichtigt. Ministerin Golze sagte: „Das Land kümmert sich gemeinsam mit Partnern frühzeitig darum, Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Potentiale der zu uns kommenden Menschen sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft.“

 

Golze sagte weiter: „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt hochbrisant. Die Zahl der Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz nachfragen, ist seit 2005 um 60 Prozent gesunken. Die Betriebe spüren deutlich, dass es immer weniger Bewerberinnen und Bewerber gibt. Wir müssen gemeinsam im Bereich der beruflichen Ausbildung alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit Jugendliche und Betriebe zusammenfinden und im Land mehr ausgebildet wird.“ Im laufenden Ausbildungsjahr 2014/15 blieben bislang mehr als 1.400 betriebliche Stellen unbesetzt. Neun von zehn Betrieben hatten schon 2014 Schwierigkeiten, ihre Fachkräftestellen zu besetzen.

 

Das Kabinett hat heute zudem beschlossen, gemeinsam mit Thüringen eine Bundesratsentschließung auf den Weg zu bringen, in der der Bund aufgefordert wird, endlich die längst überfällige Änderung der Arbeitsstättenverordnung in Kraft zu setzen.

 

Arbeitsministerin Golze: „Ich bin froh darüber, dass Brandenburg einmal mehr die Initiative ergreift. Im Interesse der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes müssen Unternehmen und Beschäftigte Klarheit über zeitgemäße Arbeitsplätze haben, auch in der Telearbeit. Denn Lärm oder störende Geräusche, schlechtes Raumklima, Enge, schlechte Beleuchtung führen zu Belastungen, in deren Folge Beschäftigte erkranken können. Dem vorzubeugen, dient unsere Bundesratsentschließung.“


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