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Beschäftigungspolitische Leitlinien 2005–2008

» Beschäftigungspolitische Leitlinien 2005–2008 – Teil der integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung» Übergreifende Politikansätze» Zielvorgaben und Benchmarks

Mit der Vorlage eines integrierten Leitlinienpakets, bestehend aus den beschäftigungspolitischen Leitlinien und den Grundzügen der Wirtschaftspolitik, wurde 2005 ein Beitrag für die Neuausrichtung der ‚Lissabonstrategie für Wachstum und Beschäftigung’ geleistet. Deren Erfolg hängt wesentlich von der Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Umsetzung der EBS ab. Die Ziele Vollbeschäftigung, Arbeitsplatzqualität, Arbeitsproduktivität und sozialer Zusammenhalt finden ihren Niederschlag in klaren Prioritäten der Beschäftigungspolitischen Leitlinien 2005–2008:

  • mehr Menschen in Arbeit bringen und halten,
  • das Arbeitskräfteangebot vergrößern und die sozialen Sicherungssysteme modernisieren,
  • die Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte und der Unternehmen verbessern,
  • die Investitionen in Humankapital durch Verbesserung von Bildung und Qualifizierung steigern.

 

» Beschäftigungspolitische Leitlinien 2005–2008 – Teil der integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung

Acht spezifische Leitlinien definieren für diesen Zeitraum die Handlungsprioritäten zur Erreichung der EBS-Ziele. Dies sind:

 

Leitlinie 17:

Die Beschäftigungspolitik auf Vollbeschäftigung, Steigerung der Arbeitsplatzqualität und Arbeitsproduktivität und Stärkung des sozialen und territorialen Zusammenhalts ausrichten,

 

Leitlinie 18:

Einen lebenszyklusorientierten Ansatz in der Beschäftigungspolitik fördern,

 

Leitlinie 19:

Integrative Arbeitsmärkte schaffen, Arbeit attraktiver und für Arbeitsuchende - auch für benachteiligte Menschen - und Nichterwerbstätige lohnend machen,

 

Leitlinie 20:

Den Arbeitsmarkterfordernissen besser gerecht werden,

 

Leitlinie 21:

Unter gebührender Berücksichtigung der Rolle der Sozialpartner Flexibilität und Beschäftigungssicherheit in ein ausgewogenes Verhältnis bringen und die Segmentierung der Arbeitsmärkte verringern,

 

Leitlinie 22:

Die Entwicklung der Arbeitskosten und die Tarifverhandlungssysteme beschäftigungsfreundlicher gestalten,

 

Leitlinie 23:

Die Investitionen in Humankapital steigern und optimieren,

 

Leitlinie 24:

Die Aus- und Weiterbildungssysteme auf neue Qualifikationsanforderungen ausrichten.

 

» Übergreifende Politikansätze

Entscheidend für den Fortschritt werden die Faktoren Chancengleichheit und Diskriminierungsbekämpfung gesehen. Daher sollen Gender-Mainstreaming und Förderung der Gleichstellung der Geschlechter bei allen Maßnahmen berücksichtigt werden. Als Teil eines neuen generationsübergreifenden Ansatzes soll der Situation junger Menschen, der Umsetzung des europäischen Pakts für die Jugend und der Förderung des Zugangs zu Beschäftigung während des gesamten Erwerbslebens besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Ferner kommt den Beschäftigungsdefiziten benachteiligter Menschen, auch von Menschen mit Behinderungen, sowie von Staatsangehörigen von Drittstaaten im Vergleich zu EU-Bürgern unter Berücksichtigung einschlägiger nationaler Zielsetzungen besondere Aufmerksamkeit zu.

 

» Zielvorgaben und Benchmarks

Ein übergeordnetes Leitziel der Lissabon-Strategie ist die Ausweitung der Erwerbsbeteiligung. Schon im Jahr 2000 wurden deshalb Ziele für Beschäftigungsquoten bestimmt, die bis zum Jahr 2010 erreicht werden sollten:

  • 70% Erwerbsbeteiligung für die Gesamtheit der Erwerbsbevölkerung,
  • 60% Erwerbsbeteiligung für Frauen,
  • 50% Erwerbsbeteiligung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 

Im Jahr 2003 wurden weitere Zielvorgaben und Benchmarks bis 2010 in Zusammenhang mit der EBS vereinbart, wie z. B.:

  • Jedem Arbeitslosen wird ein Neuanfang ermöglicht, Jugendlichen binnen sechs Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit, Älteren innerhalb 12 Monaten.
  • Bis 2010 nehmen 25% der Langzeitarbeitslosen an einer aktivierenden Maßnahme teil.
  • Das Durchschnittsalter beim Ausscheiden aus dem Erwerbsleben wird um fünf Jahre angehoben (Bezug:59,9 Jahre im Jahr 2001).
  • Die Schulabbrecherquote wird auf höchstens 10% gesenkt.
  • Mindestens 85% der 22-jährigen haben einen Abschluss der Sekundarstufe II.
  • Die Teilnahme von Erwachsenen am lebensbegleitenden Lernen beträgt mindestens 12,5 %.
  • Es stehen deutlich mehr Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung.

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Datum der letzen Änderung: 20.05.2008

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