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5 Fragen – 5 Antworten: Startup Navigator International

Herr Kuang Dai © Foto: Agentur Bellot In der Artikelserie „5 Fragen – 5 Antworten“ kommen Projektträger zu Wort, die den Europäischen Sozialfonds (ESF) nutzen. Dieses Mal wurde Kuang Dai, Manager des Gründungsprojekts Startup Navigator International, befragt.

 

Herr Dai, das Projekt Startup Navigator International wird durch das Land Brandenburg mit ESF- und Landesmitteln gefördert. Woher wussten Sie von den Fördermitteln und wie sie beantragt werden?

 

Der Startup Navigator International ist ein experimentelles Projekt der Existenzgründungsrichtlinie des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie. Im Jahr 2010 wurde unter der Leitung des Brandenburgischen Instituts für Existenzgründung und Mittelstandsförderung (BIEM e. V.) der Startup Navigator als Nachfolgeprojekt des Hochschul-Lotsendienstes initiiert. Dadurch hatten wir schon Kontakte zum brandenburgischen Arbeitsministerium und der LASA Brandenburg GmbH und wussten von der Experimentierklausel, die in der Richtlinie festgelegt ist. Christoph Diensberg, Geschäftsführer des BIEM e. V., hatte dann die Idee den Startup Navigator, um ein Modul zu ergänzen, sodass im Oktober 2010 unser Projekt startete.

 

Wofür setzen Sie die Mittel genau ein?

 

Da es für internationale Studenten aufgrund der Sprache und Kultur schwieriger ist, in Deutschland zu gründen, unterstützen wir sie bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen mit vier unterschiedlichen Modulen: Das Culture Training hilft, mehr über die deutsche Kultur zu erfahren. Weitere Module sind das Training zum Thema „rechtliche Rahmenbedingungen“ sowie das 3-tägige Development Center in englischer Sprache, bei dem unter anderem betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse oder die Geschäftsideen der Studierenden besprochen werden. Das Modul der spezifischen Beratung ist individuell auf die Gründungsinteressierten zugeschnitten. Dabei ist es uns wichtig zu vermitteln, dass die Förderung des Coachings vor allem durch den ESF möglich wird.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

 

Innovation und Internationalität, denn viele Geschäftsideen könnten nicht umgesetzt werden und internationale Studenten hätten weniger Chancen, sich in Brandenburg selbständig zu machen. Ich finde, das Programm macht Brandenburg innovativer und dynamischer und es ist gut, wenn junge, ausgebildete Menschen im Land bleiben und einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag leisten. Das schafft Arbeitsplätze und mehr Steuereinnahmen.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

 

Ich kann nur raten, persönlich mit den Menschen in Kontakt zu treten, denn so fällt es mir leichter, ihre Bedürfnisse zu erkennen. Außerdem halte ich Vorträge, besuche Veranstaltungen und verteile unser Material wie Flyer und Postkarten. Darüber hinaus betreiben wir eine Website und arbeiten unter anderem mit den Akademischen Auslandsämtern an brandenburgischen Hochschulen, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Bundesverband der Unternehmervereinigungen (BVU e. V.), der Arbeitsagentur Potsdam zusammen.

 

Sie haben vor rund zwei Jahren die Mittel beantragt. Wie lautet Ihre Bilanz?

 

Ich kann eine positive Bilanz ziehen, da die Zahl der Teilnehmenden stetig steigt: Im Jahr 2011 nahmen zehn Gründungsinteressierte unser Angebot in Anspruch, wovon einer gegründet hat. 2012 werden sich die Zahlen voraussichtlich verdoppeln. Auch qualitativ konnten wir uns verbessern: Alle Module werden in Englisch angeboten und die Beratungszeiten werden flexibel gestaltet. Die Beratung wird individuell an die Gründungsinteressierten angepasst.

 

BIEM Startup Navigator International

Kuang Dai

Dortustraße 46

14467 Potsdam

0331 9774548

www.startup-navigator.de

 

Quelle: BRANDaktuell, Ausgabe Nr. 4/2012


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