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Interview zu einer Innovationsassistentin

Christine Schneider © Foto: A+M Guestcompany GmbHIn der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Träger zu Wort, die den ESF für ihre Projekte nutzen. Dieses Mal wurde Susanne Mertins, Diplom-Betriebswirtin, befragt. Sie betreute zusammen mit ihrem Geschäftspartner Sven Assmann die ESF-geförderte Innovationsassistentin Christine Schneider, die inzwischen als „unverzichtbar“ in der A+M Guestcompany GmbH gilt.

 

Frau Mertins, woher wussten Sie von dem Förderprogramm und wie Sie die Mittel beantragen können?

Wir nahmen Kontakt zur ILB auf, um uns über verschiedene Finanzierungshilfen beraten zu lassen. Von der ILB bekamen wir dann die Information über verschiedene Fördermöglichkeiten der LASA so auch über die Förderung einer Innovationsassistenz. Mit Unterstützung der LASA und der Arbeitsagentur konnten wir nach drei Monaten eine Innovationsassistenz einstellen.

 

Wofür setzen Sie die Mittel ein?

Lassen Sie mich zuvor kurz etwas zum Unternehmen sagen. Die A+M Guestcompany GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Online-Akkreditierungstool zu entwickeln, dass die Kunden in ihrem Corporate Design und ohne jegliche Form von Drittwerbung nutzen können. Die einzelnen Werkzeuge wie Gestaltung des Events auf der Webseite, Verwaltung der Gäste oder Versand von Einladungen per
E-Mail kann der Kunde mit unserem System selbst handhaben. Innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums konnten wir namhafte Kunden wie zum Beispiel Vodafone, Puma, Kempinski Hotels als Kunden gewinnen. Kempinski Hotels arbeitet weltweit mit unserem Online-System. Zurzeit finden Gespräche mit einer Firma in Sydney, statt, die im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes auf uns aufmerksam wurden. Mit der ESF-Förderung konnten wir eine Innovationsassistenz einstellen. Die Förderung wurde uns nach der damals gültigen Richtlinie für zwei Jahre gewährt und beinhaltet eine 60-prozentige Personalförderung. Für unser Unternehmen war diese Förderung im Anfangsstadium außerordentlich wichtig. Mithilfe der Innovationsassistenz waren wir in der Lage, webbasierte Tools für das Online-Teilnehmermanagement weiter zu entwickeln beziehungsweise neue Tools zum Einsatz kommen zu lassen. Damit konnten
wir uns am Markt weiter etablieren und von anderen Mitbewerbern absetzen.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

Die A+M Guestcompany GmbH hat ihren Anfang in Brandenburg, Kleinmachnow, genommen und von hier aus agieren wir mittlerweile bis nach Australien. Natürlich fragt man sich auch in Sydney, wo denn Kleinmachnow liegt. Mit anderen Worten: Wir tragen auch dazu bei, Brandenburg in der Welt ein klein wenig bekannter zu machen ...

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Was haben Sie unternommen? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

Mit Erhalt der Förderung aus ESF-Mitteln erhielten wir die Möglichkeit, einen Hinweis- Banner auf unsere Internetseite zu setzen. Auf der einen Seite sind wir natürlich stolz, die Förderung erhalten zu haben und dies auch zeigen zu können. Auf der anderen Seite kommt dies auch einer Auszeichnung vom Land Brandenburg gleich, die bei Kunden entsprechend mit einem Vertrauensbeweis honoriert wird. Mailings an potenzielle Kunden wie zum Beispiel Agenturen haben sich nicht bewährt. Viele Firmen fühlen sich mittlerweile einer Flut von Kontaktanfragen ausgesetzt und betrachten diese als Belästigung. Viel wichtiger ist ein guter Internetauftritt bei dem der Kunde schnell und übersichtlich über das Produkt informiert wird. So konnten wir feststellen, dass uns viele Neukunden bei Suchmaschinen gefunden haben und von der Produktinformation derart überzeugt waren, dass sie mit uns Kontakt aufgenommen haben. Nicht zu
unterschätzen ist ebenfalls die Mund-zu-Mund-Propaganda. Auch hierüber konnten wir viele Neukunden gewinnen. Natürlich sind wir auf Facebook vertreten, und sehen dies als Chance unseren Kunden erfolgreiche Projekte mitzuteilen.

 

Die Förderung ging im März 2015 zu Ende. Wie geht es jetzt mit der Innovationsassistentin weiter?

Unsere Innovationsassistentin hat uns in der Entwicklung des Systems stark voran gebracht. Sie ist mittlerweile unverzichtbar für uns, so dass eine Festanstellung nach Auslauf der Förderung für uns eine Selbstverständlichkeit war.

 

 

Richtlinie/ Programm: Richtlinie des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie über die Gewährung von Zuschüssen an kleine und mittlere Unternehmen im Land Brandenburg zur Beschäftigung von Innovationsassistentinnen
bzw. -assistenten
Zuwendungsempfänger: A+M Guestcompany GmbH

Durchführungsort: Kleinmachnow
Laufzeit: 01.05.2013 - 31.03.2015
Kontakt: E-Mail: Susanne.Mertins@Style-Class.de, Internet: www.style-class.de
Ansprechpartnerin: Susanne Mertin, Diplom-Betriebswirtin

 

BRANDaktuell-Newsletter, Nr.13/2015


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