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Wenn Kreative und Unternehmen zusammen arbeiten...

Eine junge Frau und ein Junger Mann stehen erklärend  vor einer Pinnwand © Foto: Sebastian Marggraf (COBRA) In der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Projektträger zu Wort, die den ESF nutzen. Dieses Mal wurde Markus Kather interviewt, der bei inpolis:urbanism für Projekte zur Regional- und Standortentwicklung verantwortlich ist.

 

 

 

 

 

Woher wussten Sie von dem Förderprogramm und wie Sie die Mittel beantragen können?

Wir wurden vom Arbeitsministerium auf die Möglichkeiten hingewiesen. Die Beantragung war so zu sagen ‚learning by doing‘ und hat einiges an Zeit und Mühe gekostet. Es war unser erster ESF-Antrag. Die Richtlinie heißt Förderung des transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustausches. Wir hatten aber bereits Erfahrung mit anderen EU-Förderprogrammen, das hat sehr geholfen.

 

Wofür setzen Sie die Mittel ein?

Wir führen ein Modellprojekt namens COBRA in Südbrandenburg durch. COBRA steht für ‚Collaborative Labour Opportunities in Brandenburg‘. Im Projekt geht es darum, innovative Kooperationen zwischen Kreativen und regionalen Unternehmen zu ermöglichen. Wir führen dazu eine Reihe von sogenannten Projektwerkstätten in Guben durch, wo sich die verschiedenen Akteure kennenlernen und an der Lösung gemeinsamer Fragestellungen arbeiten. Auf diese Weise sind seit 2013 viele Ideen, Produkte und Kooperationen entstanden.
Begleitet wird das Projekt durch einen Wissens- und Erfahrungsaustausch mit transregionalen und transnationalen Partnern, mit ihnen zusammen entwickeln wir die Formen der Zusammenarbeit und leiten Empfehlungen für die zukünftige Vernetzung der Kreativwirtschaft im ländlichen Raum ab.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

Eine Reihe von jungen Kreativen und regionalen Unternehmern hätte sich nicht kennen gelernt. Die Teilnehmer hätten immer noch keine Ahnung, dass es in Guben und Umgebung so interessante Firmen, toll ausgestattete Werkstätten und aufgeschlossene Unternehmen gibt. Die Unternehmen würden immer noch glauben, ‚Kreative‘ könnten nur Webseiten gestalten. Aber die entstandenen Produkte sprechen für sich.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

Die Zusammenarbeit mit den regionalen Zeitungen hat sich als bestes Mittel erwiesen, um in der Region viele Leute anzusprechen. Das hat uns sehr geholfen, die Menschen wissen wer wir sind und was wir machen. In der jetzigen Phase – das Projekt läuft noch bis März 2015 – gilt es noch einmal verstärkt Ergebnisse der entstandenen Kooperationen zu kommunizieren. Das läuft neben Tageszeitungen vor allem auch über Plattformen, die das Internet für die Kreativwirtschaft bietet- da muss man eine große Brücke schlagen und sozusagen verschiedene Sprachen sprechen.

 

Das Projekt läuft noch. Können Sie trotzdem schon einige Ergebnisse verzeichnen?

bunte Haken © Foto: Bianca Loschinsky Es sind einige schöne Kooperationen entstanden. Studierende der D-School am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HSI) haben mit einem großen Garnhersteller zusammen Ideen erarbeitet, um gemeinsam mit Kunden und Mitarbeitern neue Produkte zu entwickeln. Zum Beispiel werden sogenannte ‚Technology Days‘ durchgeführt bei denen jeweils Mitarbeiter oder Ingenieure anderer Betriebe eingeladen werden, um gemeinsam neue Produkte zu entwickeln. Die sollen jetzt auch produziert werden.
Zwei Produktdesigner haben gemeinsam mit einem Metallbauunternehmen eine Reihe von Produkten aus seinen Reststoffen entwickelt – für die bunten Haken (siehe kleines Bild links, d. Red.) wurden bereits mehrere Prototypen produziert, jetzt werden Vertriebswege ausgelotet. Mit einem Holzbaubetrieb wurden aus Materialresten Verpackungen für den regionalen Wein entwickelt.
Wir möchten diese Ansätze bis März 2015 weiter begleiten und hoffentlich noch ein, zwei weitere initiieren. Im März 2015 werden die Ergebnisse im Rahmen einer Abschlusstagung ausführlich präsentiert. Näheres werden Sie dazu auf unserer Website finden.

 


 Richtlinie/ Programm: Förderung des transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustausches, hier: transnationale Kooperationen
Zuwendungsempfänger: INPOLIS UCE GmbH

Durchführungsort: Südbrandenburg
Laufzeit: 01.10.2013 - 31.03.2015
Kontakt: E-Mail: cobra@inpolis.de ; Internet: www.co-bra.org; www.inpolis.de
Ansprechpartnerin: Markus Kather



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