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Für ‚Gute Arbeit‘ in touristischen Kleinunternehmen des Spreewaldes

Die lettische und tschechische Projektpartnerin gemeinsam mit traditionell gekleideter Spreewälderin © Foto: Centrum für Innovation und Technologie GmbH In der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Projektträger zu Wort, die den ESF nutzen. Dieses Mal interviewte BRANDaktuell Bernd Kruczek, Leiter des Projekts ‚QuAT‘ der CIT GmbH.

 

Woher wussten Sie von dem Förderprogramm ‚Transnational‘ und wie Sie die Mittel beantragen können?

Die Centrum für Innovation und Technologie GmbH hat sich bereits 2010/2011 erfolgreich mit dem Projekt ‚VIW - VorgründerIdeenWerkstatt‘ um eine Förderung nach der Richtlinie für ‚Transnationale Projekte‘ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie (MASF) beworben. Dank der positiven Erfahrungen aus diesem Projekt haben wir erneut einen Anlauf unternommen, die Möglichkeit eines Lern- und Erfahrungsaustausches mit Akteuren in anderen europäischen Ländern zu nutzen. Schließlich können deren Erfahrungen auch gut für die regionale Arbeitsmarktpolitik hier sein.

 

Wofür setzen Sie die Mittel ein?

Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln wollen wir zur Lösung folgender Frage beitragen: Wie bekommt man es geregelt, dass aus Saisonarbeitsplätzen in Kleinst- und kleinen Unternehmen der Tourismusbranche nach Möglichkeit qualifizierte Vollzeitarbeitsplätze geschaffen werden können? Dabei sollen auch die Themen der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie der Beschäftigung von Älteren mit berücksichtigt werden. Der Titel des Projektes ‚QuAT - Qualifizierung für gute Arbeit in Kleinunternehmen der Tourismusregion Spreewald‘ bringt dieses Ziel sehr deutlich zum Ausdruck.
Konkret setzten wir die Mittel für vier Lern- und Erfahrungsaustausche, je einen bei unseren Partnern in Lettland, Polen, Spanien und in Tschechien ein. Und außerdem wollen wir bis zu fünf Qualifizierungskonzepte für Tourismusunternehmen entwerfen. Die Ergebnisse sollen für Empfehlungen zu dieser Thematik für das MASF und das Amt Burg (Spreewald) dienen.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

In erster Linie würde die Möglichkeit fehlen, dass Akteure des Arbeitsmarktes sich persönlich und im direkten Kontakt zu ihren Erfahrungen mit anderen europäischen Partnern austauschen können. Ich halte das für besonders wichtig, weil der Tourismus für das Land Brandenburg sowohl aus wirtschaftlicher Sicht zukunftsträchtig als auch in Beschäftigungsfragen eine hoch sensible Branche ist.
Unsere Fragen zu konkreten Themen könnten nicht mit Partnern aus anderen Ländern diskutiert werden, wie zum Beispiel: Wie gestalte ich Qualifizierungslösungen für Kleinst- und Kleinunternehmen im Sozialtourismus bzw. im Tourismus für Benachteiligte – EU-Stichwort: Tourismus für alle, für Frauen und Sozialbetriebe der Tourismuswirtschaft im ländlichen Raum sowie auch hochpreisigen Tourismus?
Alles weitere, wie die geplanten Konzepte und Empfehlungen als logische ‚Folgeprodukte‘ würden nicht erarbeitet werden können.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

Das Bekanntmachen des Projektes vor Ort, vor einer breiten Öffentlichkeit auf den Veranstaltungen des Amtes, hat den größten Zuspruch gebracht. Die Unternehmen haben sich direkt angesprochen gefühlt. Auch im persönlichen Gespräch mit Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern wurde eine Vertrauensbasis geschaffen, die auf eine offene Zusammenarbeit hoffen lässt.

 

Das Projekt läuft noch nicht so lange. Wenn alles wird wie geplant, welche Ziele wollen Sie nach der Projektlaufzeit erreicht haben?

In erster Linie sehen wir ein gewachsenes Verständnis von Kleinst- und kleinen Unternehmen der Tourismusbranche für die Frage der weiteren Ausgestaltung von Vollzeitarbeitsplätzen in der Region. Wachsen sollten auch die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie der Beschäftigung Älterer.
Letztendlich kann das alles nur der Sicherung von qualifizierten Arbeitskräften und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusunternehmen dienlich sein.
Nicht vergessen werden sollten die persönlichen Erfahrungen, die Tourismusunternehmer und -unternehmerinnen sammeln, wenn sie den europäischen Gedanken in der Praxis und persönlich erleben.

 

 

Richtlinie/ Programm: Richtlinie zur Förderung des transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustauschs für die Gestaltung einer zukunftsorientierten Arbeitspolitik im Land Brandenburg
Zuwendungsempfänger: Centrum für Innovation und Technologie GmbH (CIT)

Durchführungsort: Forst (Lausitz) / Spreewald
Laufzeit: 01.02.2014 - 31.03.2015
Kontakt: E-Mail: kruczek@cit-wfg.de ; Internet: http://www.cit-wfg.de
Ansprechpartnerin: Bernd Kruczek

 

BRANDaktuell-Newsletter, Nr.11/2014


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