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ILA baut Brücken und überwindet Hürden zum Arbeitsmarkt

Mandy Hilgert wurde am 1. August 2013 bei ‚Nachhilfe Fuchs‘ als Büroleiterin in Lübbenau eingestellt. Sie war glücklich über diese Chance und ist zufrieden mit ihrer Arbeit © Foto: Ute Rietschel (BAM GmbH)

In der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Projektträger zu Wort, die den ESF nutzen. Dieses Mal wurde Angelika Winkler, Prokuristin der bam GmbH interviewt, die Träger des ILA-Projekts im Landkreis Elbe-Elster ist.

 

Woher wussten Sie von dem Förderprogramm und wie Sie die Mittel beantragen können?

Wir erfuhren von den Möglichkeiten des ESF und vom Brandenburger Förderprogramm ‚Integrationsbegleitung von Langzeitarbeitslosen‘ (ILA) auf einer Informationsveranstaltung des Landkreises Elbe-Elster. Die Homepage der LASA Brandenburg GmbH war für uns ebenfalls sehr aussagekräftig. Diese Informationen halfen uns ebenfalls, dieses Projekt für den Landkreis Elbe-Elster auf die Beine zu stellen.

 

Wofür setzen Sie die Mittel ein?

Hauptsächlich nutzen wir die Mittel für die personelle Besetzung der Integrationsbegleitung, für die Reisekosten der Integrationsbegleiter in die regionalen Betriebe zur Kontaktaufnahme und Praktikumsbetreuung und für die Auszahlung der Fahrtkostenpauschale an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Das Projekt wird an zwei Standorten durchgeführt: Elsterwerda und Herzberg. Auch für die Mieten der Technik und Räume, für Sachkosten, die durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entstehen und keine Leistung des Jobcenters darstellen, nutzen wir die Mittel. So sind zum Beispiel Druckerpatronen und Papier ESF-förderfähig.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

Es würde eine effektive Begleitung für die Langzeitarbeitslosen fehlen. Denn der Erfolg begründet sich in der sehr individuellen Förderung, Unterstützung und Motivation der betroffenen Menschen.
Es ist nicht immer der Arbeitsmarkt, der zu wenig Möglichkeiten bietet, sondern es sind häufig auch ganz persönliche Dinge im Umfeld der Langzeitarbeitslosen, die sie hemmen, sich zu bewerben und ein Arbeitsverhältnis aufzunehmen. Dort setzt der Integrationsbegleiter an und versucht, gemeinsam mit dem Teilnehmenden Schritt für Schritt diese Hemmnisse und Hürden abzubauen.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

Die Öffentlichkeitsarbeit ist sehr wichtig, da die Bedeutung des ESF für unsere Region von vielen noch zu wenig wahrgenommen wird. Da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur mit Zuweisung des Jobcenters aufgenommen werden dürfen, muss die Öffentlichkeitsarbeit nur allgemein sein, um dieser Zielgruppe nicht falsche Vorstellungen von unserer Arbeit zu vermitteln. Wir haben uns deshalb für eine unpersönliche Werbung entschieden und Schreibblöcke und Notizblöcke drucken lassen. Unsere Netzwerkpartner haben somit in der täglichen Arbeit immer den Hinweis auf die Förderung durch den ESF vor Augen und natürlich auch unseren Kontakt jederzeit zur Hand. Das kommt bei unseren Partnerbetrieben sehr gut an und hat sich bestens bewährt.
Zusätzlich nutzen wir die Gespräche mit den Geschäftsführern vor Ort, um auf die Förderung und klaren Vorteile solcher Projekte für sie aufmerksam zu machen.

 

Das Projekt geht bald zu Ende. Können Sie schon einige Ergebnisse verzeichnen?

Ja, wir können schon Ergebnisse vorweisen. Bei Langzeitarbeitslosen, die teilweise über zehn Jahre nicht im Arbeitsprozess standen, ist eine Integration schon ein zu unterstreichender Erfolg. Allerdings haben wir bei diesem Projekt eine sehr schwere Hürde zu bewältigen gehabt - die Nachhaltigkeit. Erst wenn die Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer sieben Monate ununterbrochen in Arbeit waren, zählt dies als Integration. Das Ziel sind 15 Prozent des Teilnehmerkreises nachhaltig und nachweislich zum Ende des Projektes integriert zu haben. Bei einer Mindestteilnehmeranzahl von 180 für zwei Integrationsbegleiter ist das eine harte und sehr einsatzfordernde Arbeit und für unsere Region eine ziemlich hohe Zahl.
Trotzdem - mit der Anzahl der Aufnahme von Beschäftigungsverhältnissen stehen wir gut da. Ob die Betreuten im Arbeitsverhältnis bleiben, ist aufgrund von saisonal bedingt befristeten Stellen, Branchen mit Winterpause zum Beispiel beim Bau oder durch unvorhergesehenes Wegbrechen von Aufträgen - auch durch unsere Nachbetreuung nicht zu beeinflussen.
Wir hoffen natürlich, dass wir die vorgegebenen Ziele erreichen werden, freuen uns aber jetzt schon über jeden einzelnen Teilnehmer bzw. einzelne Teilnehmerin, den oder die wir in ein Arbeitsverhältnis vermitteln und dessen Leben wir damit ein Stück weit verbessern konnten.

 

 

Richtlinie/ Programm: ILA – Integrationsbegleitung von Langzeitarbeitslosen
Zuwendungsempfänger: bam GmbH

Durchführungsort: Elsterwerda und Herzberg
Laufzeit: 01.12.2012 - 30.11.2014
Kontakt: E-Mail: peggy.weidhaas@bam-gmbh.de, ute.rietschel@bam-gmbh.de; Internet: www.bam-gmbh.de
Ansprechpartnerin: Peggy Weidhaas und Ute Rietschel

 

BRANDaktuell-Newsletter, Nr.14/2014


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