direkt zum Inhalt
EU-Fahne
Sprachauswahl: deutsche Flagge Sprachauswahl: englische Flagge Sprachauswahl: polnische Flagge
   Sie sind hier: Home » Initiative Oberschule: 5 Fragen - 5 Antworten

Initiative Oberschule: 5 Fragen - 5 Antworten

Das IOS-Team Büro "Blau". (v. li. n. re.): Benjamin Mache, Tina Budan, Frank Baumann,  Karin Schwickerath, Sven Gatter, Natalia  Prediger, Andreas Trunschke © Foto: BÜRO BLAUIn der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Projektträger zu Wort,
die den ESF nutzen. Dieses Mal wurde Frank Baumann, Geschäftsführer von
BÜRO BLAU, dem Projektträger von E-YouWiPod, interviewt.

 






Herr Baumann, E-YouWiPod steht für Jugend – Wirtschaft – Podcast. Junge Reporterinnen und Reporter berichten über das Berufsleben verschiedenster Fachkräfte. Das Projekt läuft mithilfe des ESF-geförderten Programms  ‚Initiative Oberschule‘ (IOS) bereits über  einen längeren Zeitraum. Woher wussten Sie von dem Förderprogramm und wie Sie sich  daran beteiligen können?

 

Die Oberschule Velten hat uns 2007  angefragt, ob wir mit YouWiPod, dem Vorläufer  von E-YouWiPod, ein IOS-Projekt durchführen wollen. Daraufhin haben wir gemeinsam mit der Schule beim IOS-Regionalpartner Potsdam ein Angebot eingereicht. Kurz danach erhielten wir eine Zusage. YouWiPod ist mittlerweile in ganz Brandenburg stark nachgefragt. Damit die YouWiPod-Methodik auch von Schulen eingesetzt werden kann, die wir – aufgrund langer Fahrzeiten – nicht so gut erreichen können, haben wir E-YouWiPod entwickelt.

Wofür setzen Sie die Mittel genau ein?

Schülerinnen und Schüler führen Interviews mit Beruftstätigen ihrer Wunschberufe durch. Aus den Aufnahmen wird im Team eine Podcast-Episode produziert © Foto: Büro "Blau"Bei E-YouWiPod werden zunächst Lehrkräfte geschult, die Podcasttechnologie mit Unterstützung einer speziellen E-Learning- Umgebung weitgehend eigenständig im Fachunterricht zur beruflichen Orientierung einsetzen. Schülerinnen und Schüler der  Klassenstufen 7-10 führen dann Interviews mit  Menschen an ihrem Arbeitsplatz. Die Befragungen zu jeweils einem  Wunschberuf werden von den Teilnehmenden  digital aufgenommen, in der Schule zu radioähnlichen Hörbeiträgen (Podcast-Episoden) verarbeitet und auf www.youwipod.de, dem Berufsorientierungsportal von Jugendlichen  für Jugendliche, veröffentlicht. Durch die ganz  persönlichen Geschichten der Interviewpartner  erhalten die Jugendlichen detaillierte Einblicke in verschiedene Berufsbilder.

 

Nehmen wir an, Sie hätten an dem ESF- Förderprogramm ‚Initiative Oberschule‘ nicht teilgenommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

Das Land Brandenburg wäre mehr als 400 spannende Episoden – Interviews mit Brandenburger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – ärmer! Außerdem könnten Schulen in den berlinfernen Teilen von Brandenburg ohne  E-YouWiPod nicht von der YouWiPod-Methodik profitieren.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

Zunächst hat BÜRO BLAU immer versucht, Interviewpartner zu finden, die für die Schülerinnen und Schüler und die Öffentlichkeit interessant sind. So konnte 2009 Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht für eine YouWiPod-Episode gewonnen werden. Demnächst planen wir ein Interview mit dem  SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf Holzschuher. Gleichzeitig ist es für Lokalzeitungen interessant, über Projekte zu berichten, die einen Bezug zwischen den Schulen und ortsansässigen Unternehmen herstellen. Dabei besteht  für die Schulen die Chance, ihr Engagement bei der Berufsorientierung der Schüler und Schülerinnen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Allerdings berichten die Zeitungen über ein Projekt wie E-YouWiPod meist nur einmal. Ein zweiter oder dritter Projektdurchlauf findet in der Regel keine Erwähnung mehr.

 

Sie haben vor einem halben Jahr mit dem  Projekt E-YouWiPod an mehreren Brandenburger Oberschulen begonnen. Wie lautet  Ihre erste Bilanz?

Es gibt eine große Aufgeschlossenheit  und starkes Interesse bei den Schulen, die in E-YouWiPod genutzten Neuen Medien in den Schulunterricht einzubauen. Dabei stellt der Wechsel in den E-Learning-Bereich Neuland für Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler dar. Zur Einführung haben wir in der vergangenen Woche eine erste Lehrkräfteschulung durchgeführt, die auf sehr positive Resonanz gestoßen ist.

Wenn der E-Learning-Ansatz so offen aufgenommen wird, wie es sich gerade abzeichnet, können wir das Projekt beispielsweise auch in Schwedter, Wittstocker oder Cottbuser Schulen durchführen, zu denen wir eine deutlich weitere Anfahrt haben. Mit E-YouWiPod vergrößert sich die Zahl der Schulen, die wir beim Einsatz eines jugendgerechten Mediums in der Berufsorientierung unterstützen können, deutlich.



http://youwipod.de



Quelle: BRANDaktuell-Newsletter, Nr.4/2013


Drucken


Praxisbeispiele für Förderschwerpunkte des ESF im Land Brandenburg»»

BRANDaktuell Newsletter
Informationsdienst der ILB, gefördert durch das MASGF aus Mitteln des ESF und des Landes Brandenburg»»

Hände, die in Notizblöcke schreiben
Aktuelle Informationen rund um Europa, zum ESF sowie zum Thema Beschäftigung finden Sie hier»»

EU-Förderung
Website des Landes zur EU-Förderung»»

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Informationen des BMWi zu den EU-Strukturfonds»»

Logo Europäischer Sozialfonds für Deutschland
Informationen zu den ESF-Bundesprogrammen und deren Umsetzung »»