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Initiative Oberschule, Schwerpunkt Berufsorientierung

Foto der Geschäftsführerin Netzwerk Zukunft © Fotos Agentur BELLOTDas Projekt Initiative Oberschule ist eine Reaktion auf die sinkenden Schülerzahlen im Land Brandenburg. Im Fokus steht die Berufsorientierung von der beruflichen Ausbildung bis zur Studienorientierung. Das Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. unterstützt mit dem Projekt die inhaltliche und personelle Qualität in der Berufs- und Studienoriertierung.

 

1. Frau Günther, warum haben Sie Fördermittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragt?

 

Das Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e. V. realisiert seit 2001 Projekte, die anteilig aus dem ESF gefördert werden. Mit den ESF-Mitteln sichern wir die inhaltliche und personelle Qualität in der Berufs- und Studienorientierung sowie Fachkräftesicherung ab.

 

2. Wie haben Sie von der Fördermittelvergabe des ESF erfahren?

 

Die Erarbeitung des aktuellen Operationellen Programms für den ESF in Brandenburg wurde durch einen fachöffentlichen Diskurs begleitet, in den auch das Netzwerk Zukunft mit einbezogen wurde. Als die Förderprogramme vorlagen, haben die Fachministerien sowie die LASA Brandenburg GmbH jeweils darüber informiert, z. B. in Beratungsworkshops, betreut vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie (MASF), der LASA und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS).

 

3. An welche Institution haben Sie sich zuerst gewandt, um einen Fördermittelantrag zu stellen?

 

Weil die fachliche Zuständigkeit für die schulische Berufs- und Studienorientierung beim MBJS liegt, waren wir zuerst dort. Vom MBJS werden wir auch inhaltlich betreut. Formale und antragstechnische Aspekte, zum Beispiel die Kofinanzierung der Landes-ESF-Mittel durch die Anrechnung von Lehrerstunden, wurden auf ministerieller Ebene zwischen MBJS und MASF geregelt.

 

4. Welche Erfahrungen haben Sie persönlich mit der Antragstellung gesammelt?

 

Trotz unserer Erfahrungen können wir feststellen, dass die Beantragung keine „Routineangelegenheit“ ist. Jedes Förderprogramm verfolgt eigene Ziele. Die vorgegebenen Fördervoraussetzungen und -rahmenbedingungen müssen punktgenau berücksichtigt werden.

 

5. Für welches Projekt/welche Projekte erhalten Sie ESF-Förderungen?

 

Das Projekt Initiative Oberschule ist eine Reaktion auf die sinkenden Schülerzahlen im Land. Im Fokus steht die Berufsorientierung – von der betrieblichen Ausbildung bis zur Wahl des Studienplatzes. Zu den Aktivitäten gehören Berufsorientierungstourneen für Lehrkräfte und Multiplikatoren, für Schülerinnen und Schüler – BOT junior – sowie Studien- und Berufsorientierungstourneen – Studi-BOT – für Lehrkräfte an Oberschulen und für Multiplikatoren. Eltern, Lehrkräfte und Multiplikatoren erhalten dabei Informationen über den Berufswahlpass.

 

6. Gab es bei der Projektumsetzung besondere Herausforderungen und wie haben Sie sie gelöst?

 

Wir realisieren landesweit ausgerichtete Aktivitäten in zwei Teilprojekten aufgrund des zweigeteilten Fördergebiets. Das ist von der Antragstellung über die Projektverwaltung bis hin zur Dokumentation und Berichterstattung mit erhöhtem Aufwand verbunden, da u. a. jede Papierlieferung oder Telefonrechnung anteilig verbucht und belegt werden muss. Der zuständige Kollege hat das aber im Griff.

 

7. Gibt es ein gutes Beispiel für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?

 

Die Betreuung des Wettbewerbs inklusive Preisverleihung „Schule mit hervorragender Berufsorientierung“ und die Auszeichnung von „Betrieben für hervorragendes Engagement auf dem Gebiet der Berufsorientierung“ bieten gute Chancen, die Öffentlichkeit über den ESF zu informieren. Bei beiden Veranstaltungen gibt es besonders von der regionalen Presse ein großes Interesse und eine positive Berichterstattung.

 

8. Was sollte der ESF in der Förderperiode ab 2014 besonders berücksichtigen?

 

Natürlich möchte ich das Netzwerk Zukunft sowie die bereits gut eingeführten Projekte mit den Partnerinnen und Partnern aus Schulen und Unternehmen im Land fortsetzen. Um die Bildungskette komplett abzubilden und zu vervollständigen, ist es erstrebenswert, auch die Schulen mit Sekundarstufe II in die Projekte miteinzubeziehen.

 

9. Wenn Sie dem ESF jeweils drei positive und negative Eigenschaften zuordnen müssten, wie würden diese lauten?

 

Die Fördermittel des ESF ermöglichen uns, die Aktivitäten für unsere Zielgruppen zu sichern. Uns wird inhaltliche Arbeit auf hohem Niveau ermöglicht und im Interesse des Landes können wir bildungspolitische Entwicklungen vorantreiben. ESF bedeutet für uns – Chancen für Brandenburg nutzen. Negativ ist das Prozedere von der Antragstellung bis zur Bewilligung. Der Inhalt der Förderprogramme ist in vielen Fällen sehr abstrakt und wenig nutzerfreundlich beschrieben. Für kleine Träger sind die Hürden der Antragstellung oft zu hoch.

 

10. Was können Sie zukünftigen Antragstellenden empfehlen?

 

Unsere Empfehlung lautet: Haben Sie Mut, recherchieren Sie rechtzeitig die Besonderheiten der Programmstruktur, beantworten Sie alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen und nutzen Sie das Netz der Beratungsstellen im

Land. Dann führt auch Ihr Antrag zum Erfolg.

 

Infos

Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e. V.

Internet: www.netzwerkzukunft.de

Das Netzwerk wird aus Mitteln des ESF und des Landes gefördert.

 

Quelle

BRANDaktuell, Ausgabe Nr. 2/2011


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