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Bildung in früher Kindheit - Leitungsqualifizierung in Brandenburger Kindertagesstätten - 5 Fragen an das Berliner Institut für Frühpädagogik e.V.

Foto von Frau Wartenberg © Foto: Agentur Bellot In dieser Artikelserie „5 Fragen – 5 Antworten“ kommen Projektträger zu Wort, die Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) nutzen und über ihre Erfahrungen mit der Inanspruchnahme berichten. Dieses Mal wurde das Berliner Institut für Frühpädagogik e. V. (BIfF) besucht – ein unabhängiges Fortbildungsinstitut, das sich mit der Analyse und Weiterentwicklung der Pädagogik der frühen Kindheit beschäftigt. Es nutzt Fördermittel aus dem ESF-Programm des Bildungsministeriums zur Förderung der Qualifizierung und Stärkung der beruflichen Bildung, der Kinder- und Jugendhilfe und der Weiterbildung von Erwachsenen im Land Brandenburg. Wir sprachen mit Viola Wartenberg, Diplompädagogin.

 

Frau Wartenberg, das BIfF wird durch das Land Brandenburg mit ESF- und Landesmitteln gefördert. Woher wussten Sie von der Fördermittelvergabe und wie die Mittel beantragt werden müssen?

 

Wir nutzen schon seit Längerem, genauer seit 2005, EU-Fördermittel für unsere Projekte, sodass wir auf diesem Gebiet also schon eine gewisse Erfahrung haben. Dazu zählen zum Beispiel die „Berufspraktische Qualifizierung arbeitsloser Männer zu Erziehern in Kindertagesstätten des Landes Brandenburg“ und deren Folgeprojekt, die „Tätigkeitsbegleitende Qualifizierung“, die sich sowohl an Frauen wie Männer richtet.

 

Wofür genau werden die Mittel von Ihnen verwendet?

 

Das Projekt heißt „Bildung in früher Kindheit – Leitungsqualifizierung in Brandenburger Kindertagesstätten“. Mit dieser Langzeitqualifizierung unterstützen wir Kita-Leiterinnen und -Leiter oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf eine Leitungstätigkeit vorbereiten wollen oder sollen. Dabei geht es um die fachliche Qualifizierung in Seminaren, sowohl pädagogisch als auch administrativ. Dazu gibt es ein begleitendes Coaching und wir fördern den fachlichen Austausch untereinander und den Aufbau von Netzwerken, die über das Projekt hinausgehen. Innerhalb des Projekts qualifizieren wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer von staatlichen, privaten und kirchlichen Trägern von Kitas.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

 

Das klingt ein wenig unbescheiden, aber es stimmt trotzdem, dass ohne dieses Projekt eine umfassende und vor allem praxiswirksame Qualifizierungsmöglichkeit für Kita-Leitungen im Land Brandenburg fehlen und damit der Weg vieler Kitas in die Zukunft wesentlich schwieriger werden würde. Das hängt auch damit zusammen, dass in vielen Kita-Leitungen ein Generationswechsel bevorsteht und der Bedarf nach Unterstützung sehr groß ist.

 

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Was hat sich bewährt? Was können Sie anderen raten?

 

 

Für uns ist das zentrale Mittel der Öffentlichkeitsarbeit unser Internetauftritt, den wir sehr pflegen und auf dem jedes Projekt auch einen eigenen Bereich mit ausführlichen Informationen besitzt. Dass wir vor jedem neuen Projektdurchgang im Schnitt fünf oder sechs Anrufe am Tag bekommen, die sich auf die Internetseite beziehen, beweist, dass das Web der richtige Weg für uns ist, unsere Angebote bekannt zu machen.

 

Sie haben vor etwas über drei Jahren die Mittel aus dem ESF beantragt. Wie lautet Ihre Bilanz zum heutigen Tag?

 

Wir haben bis zum heutigen Tag 175 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Projekt geführt bzw. führen sie gerade. Wir bereiten im Augenblick den achten Projektdurchgang vor. Unsere Bilanz ist also rundherum positiv, vor allem auch, weil wir aus vielen Gesprächen wissen, dass in den Kitas durch unsere Anregungen viele Veränderungen stattfinden.

 

Infos

Berliner Institut für Frühpädagogik

Tel.: (030) 747358-66

Internet: www.biff.eu

 

 

Quelle

BRANDaktuell, Ausgabe Nr. 5/2011


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