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Fachtagung: Familienfreundliche Arbeitswelt voranbringen

Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt, © Foto: Sylvia Krell (ILB)Familienfreundliche Angebote werden sowohl für Betriebe als auch für Beschäftigte immer wichtiger. Unter dem Titel „Familienfreundliche Arbeitswelt in Brandenburg voranbringen“ veranstaltet das Arbeitsministerium heute eine Fachtagung in der Staatskanzlei in Potsdam mit über 90 Teilnehmenden. Zur Eröffnung sagte Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt: „Familienfreundliche Arbeitsplätze sind für Betriebe ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Suche nach Fachkräften. Viele Arbeitgeber in Brandenburg haben das erkannt und investieren in eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Interesse ist groß. Mit der Fachtagung wollen wir diesen Prozess mit neuen Impulsen weiter unterstützen. Besonders die Bedarfe von Alleinerziehenden und pflegenden Beschäftigten müssen noch stärker berücksichtigt werden.“

 

Hartwig-Tiedt weiter: „Eine familienbewusste Personalpolitik ist angesichts des demografischen Wandels absolut geboten. Schon heute fällt es Betrieben sehr schwer, junge Nachwuchskräfte zu finden. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres sind hunderte angebotene Lehrstellen noch unbesetzt. Neben einer guten Bezahlung und attraktiven Karrieremöglichkeiten spielt für junge Menschen bei der Arbeitsplatzwahl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine immer größere Rolle. Sie wollen für ihre berufliche Karriere nicht ihr Privatleben opfern. Zeit und Gesundheit sind ebenso wichtig geworden wie Geld. Das gilt aber nicht nur für die jungen Beschäftigten. Immer mehr Beschäftigte kümmern sich später um ältere, pflegebedürftige Familienangehörige. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen. Ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit hängt maßgeblich von ihren Beschäftigten ab.“

 

Bei der heutigen Fachtagung stehen Aspekte wie eine Familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik, der Wettbewerbsvorteil Familienfreundlichkeit, die Balance zwischen Familie und Beruf im Gesundheitswesen sowie Beruf und Pflege im Handwerk auf dem Programm. Anhand konkreter betrieblicher Praxisbeispiele und Beratungsangebote sollen Umsetzungsstrategien aufgezeigt werden. Auch die „Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit“, die in Brandenburg Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Beschäftigte berät, stellt sich vor.


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