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Wenn es um das Morgen geht – ‚Gute Arbeit für Brandenburg‘

Der Geschäftsführer der hiba impulse gmbh, Oliver Jentsch, bei der Erstberatung von Führungskräften in einem HoGa-Branchenbetrieb in Brandenburg © hiba impulse gmbhIn der Artikelserie ‚5 Fragen - 5 Antworten‘ kommen Projektträger zu Wort, die den ESF nutzen. Dieses Mal wurde Oliver Jentsch von BRANDaktuell befragt, der mit dem Projekt ‚Der vitale HoGa-Betrieb‘ Weitreichendes bewirkt.

 

Woher wussten Sie von dem Förderprogramm und wie Sie die Mittel beantragen können?

Es gab Abstimmungsprozesse, bei denen unsere Erfahrungen mit der Bundessozialpartnerrichtlinie gefragt waren. Deshalb erfuhren wir frühzeitig, dass das Land Brandenburg auch eine Sozialpartnerrichtlinie ins Leben rufen würde. Diese Gelegenheit nutzten wir und riefen das Projekt ‚Der vitale HoGa-Betrieb‘ ins Leben. HoGa steht für Hotel- und Gaststättenbranche. Große Unterstützung erhielten wir dabei von den Sozialpartnern, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e. V. und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, die in dieser Phase auch ihre Sozialpartnervereinbarung fortgeschrieben und weiterentwickelt haben.

 

Wofür setzen Sie die Mittel ein?

Die Mittel werden für die Finanzierung der Projektkosten eingesetzt, insbesondere für das Management und für externe Beraterinnen bzw. Berater.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

Für die Hotel- und Gaststätten-Branche würden ohne diese Förderung Prozesse der Personal- und Organisationsentwicklung in den beteiligten Unternehmen langsamer realisiert.
Teilbereiche wie zum Beispiel die Vereinbarkeitsaspekte von Pflege und Beruf, wertschätzende Methoden in der Personalführung, Methoden des Kompetenz- und Talentemanagements im Unternehmen sowie wirkungsvolle Verknüpfungsansätze zwischen betrieblicher Weiterbildung und individueller Laufbahn- und Karriereplanung im Unternehmen für ein erfolgreiches und zukunftsträchtiges Personalmanagement würden vernachlässigt werden.
Gelungene systemische Beispiele für die Branche würden unter Umständen fehlen. Nennen möchte ich da zum Beispiel ein Unternehmen östlich von Berlin am Scharmützelsee, in dem insbesondere die erwähnte Verknüpfung von Weiterbildung im Betrieb und Personalentwicklung ohne das Projekt vielleicht zu kurz gekommen wäre. Ein anderes Beispiel ist ein Unternehmen im Spreewald. Hier wird die Personal- und Teamfusion zwischen Mitarbeitern des Wellness-Centers und Mitarbeitern des Hotels erfolgreich begleitet.
Auch in der Stadt Brandenburg/H. wird in einem Unternehmen die eigenverantwortlich geführte, selbständige, systemische und strategische Personalarbeit im Sinne der Entwicklung eines vitalen Betriebes in der HoGa-Branche durch unser Projekt beschleunigt.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was hat sich bewährt?

Wir denken, dass man weniger Projektflyer über Projektaktivitäten benötigt als vielfach gedruckt worden sind. Sie erreichen die potenziellen Nutznießer nicht richtig.
Beispielgebend sind die handelnden Personen und ihre kommunikativen beziehungsweise fachlichen Kompetenzen. Zudem geht es in den Projekten um eine Problemlösungskompetenz im Interesse der Projektkunden, die das Projektmanagement ausstrahlen sollte. Mit dem Einsatz der Fördermittel kann unsere Arbeit die Lösung der Personal- und Organisationsprobleme beim Kunden beschleunigen und das ist die beste Öffentlichkeitsarbeit. Denn das spricht sich wie ein Lauffeuer herum und der Zuspruch für das Projekt wird dadurch größer.
Es ist auch eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit, wenn solche Projekte beim Kunden weniger als Form der Arbeitsbeschaffung für Projektakteure, womöglich bei einem Bildungsträger (SGB II oder III) ankommen, sondern als bereitgestellte Ressource, die einen Kundennutzen herbeiführt – einen nachhaltig wirksamen Mehrwert beim Kunden erzeugt. Das geht insbesondere gut, wenn Referenzbeispiele entstehen.

 

Können Sie schon einige Ergebnisse verzeichnen?

Wir haben mit Stand 20. Oktober 2014 alle Ressourcen im Projekt für Projektkunden gebunden und bereits 5.216 Teilnehmerstunden umgesetzt. Zudem haben wir eine Reihe von Firmen in der Warteschleife, die wir im Moment noch nicht bedienen können. Insgesamt rechnen wir im Projekt mit gut 8.000 Teilnehmerstunden bis März 2015, die bereits mit den Unternehmen verabredet sind.


Richtlinie/ Programm: Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie
Zuwendungsempfänger: hiba impulse gmbh

Durchführungsort: Land Brandenburg
Laufzeit: 01.04.2014 - 31.03.2015
Kontakt: E-Mail: info@hiba-impulse.de ; Internet: www.hiba-impulse.de
Ansprechpartner: Oliver Jentsch



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